E L James – Shades of Grey: Gefährliche Liebe

•22. September 2012 • Schreibe einen Kommentar

Autor E L James

Titel Shades of Grey 2: Gefährliche Liebe

Seitenzahl 608

Verlag Goldmann

Genre Erotikroman

Preis 12,99 €

ISBN 3442478960

Erscheinungsdatum August 2012


Erster Satz: „Er ist zurück.“

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Inhalt laut amazon.de
„Verunsichert durch die gefährlichen Leidenschaften und dunklen Geheimnisse ihres Liebhabers Christian Grey, bricht Ana Steele ihre Beziehung zu dem attraktiven jungen Mann ab und versucht wieder ein ruhiges Leben zu führen.

Aber Anas Verlangen nach Christian ist ungebrochen, so sehr sie dies auch zu verleugnen sucht. Als Christian vorschlägt, sich wenigstens noch ein einziges Mal mit ihr zu treffen, willigt Ana daher sofort ein – und beginnt erneut eine Affäre mit ihm. Eine höchst gefährliche Affäre, in der sie immer wieder Grenzen überschreitet, in der sie aber auch mehr über die Vergangenheit von Christian erfährt – eine Vergangenheit, die ihn zu einem ebenso verletzlichen wie faszinierenden Mann gemacht haben, der seitdem mit seinen inneren Dämonen kämpft.

Gleichzeitig sieht sich Ana der Eifersucht der Frauen gegenüber, die vor ihr Christians Liebhaberinnen waren. Und sie muss die wichtigste Entscheidung ihres Lebens treffen. Eine Entscheidung, bei der ihr niemand helfen kann …“

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Meine Meinung
Nachdem mich SHADES OF GREY 1 sehr überrascht hatte und ich der Geschichte wirklich gern folgte und sie interessant und spannend zu verfolgen fand, freute ich mich natürlich sehr auf diesen 2. Teil der Trilogie.
Um es gleich vorweg zu nehmen: Ich habe mich extrem über diesen Teil aufgeregt und fand ihn ziemlich schlecht!

Hatte ich nach der letzten Seite von Shades of Grey 1 noch die Hoffnung, dass sich Ana sicherlich weiterentwickeln wird und ihre Naivität und Dummheit verliert, war mir nach den ersten paar Seiten von Shades of Grey 2 klar, dass ich total enttäuscht werde. Ana empfand ich als Charakter noch unerträglicher als im ersten Teil. Dies liegt sicherlich daran, dass GEFÄHRLICHE LIEBE knapp fünf Tage nach dem Ende von GEHEIMES VERLANGEN weitermacht und somit natürlich keine große Weiterentwicklung vorliegen kann.

Auch Christian, den ich recht gut und cool fand, zeigt sich nun von einer völlig anderen Seite, die mich nur noch mit dem Kopf schütteln ließ. Ich will nicht spoilern, deswegen schreibe ich hierzu nicht viel mehr, aber was die Autorin aus diesem Charakter zu machen droht, finde ich persönlich absolut fehl am Platze und dies ließ für mich auch die gesamte Stimmung völlig weichen.
Toll fand ich, dass der Leser nun mehr über Christians Vergangenheit erfährt und somit sicherlich mehr Verständnis ihm gegenüber entwickeln kann. Für meinen Geschmack war dies aber nicht ausführlich genug und ich habe immer noch viele Fragezeichen im Kopf. Zudem hat sich Christian in meinen Augen negativ weiterentwickelt, sodass kaum noch Spannung vorhanden war.

Die Story entwickelt sich so was von langsam und nervig, was meine Leselust so sehr einschränkte, dass ich satte 2 Wochen für dieses Buch brauchte (im Vergleich: Band 1 las ich an einem Tag). Es passiert kaum etwas Bewegendes und wenn doch, dann nur etwas, was mich total aufregte oder aber nur noch nervte. Die Handlungen waren meistens völlig unnachvollziehbar und fremd, trotzten nur so vor Naivität. Ich hatte das Gefühl, dass Christian immer mehr zu einer Ana 2 wird. So hatte ich mir den Fortgang nach dem Ende von Band 1 wirklich nicht vorgestellt.
Am liebsten würde ich hier alles aufzählen, wobei ich mir nur noch die Haare raufen konnte, aber ich bin ja ein Leser, der keinem anderen zu viel verraten will.

Nichtsdestotrotz werde ich Band 3 lesen … Ich bin einfach zu neugierig, wie es zu Ende gehen wird. Hoffen wir einfach das Beste.

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Bewertung

Cover-Gestaltung 4/5

Preis-Leistung 2/5

Sprache 2/5

Inhalt 2/5

Spannung 2/5

Umsetzung 2/5

Gesamt: 14/30

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Brett McBean – Die Sünder

•1. September 2012 • 1 Kommentar

Autor Brett McBean

Titel Die Sünder

Seitenzahl 470

Verlag Festa

Genre Psychothriller

Preis 13,95 €

ISBN 3865521487

Erscheinungsdatum August 2012

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Erster Satz: „Es sah aus, als wäre seit Monaten niemand da gewesen, um das Schild auf Vordermann zu bringen, das neben dem Highway aufgestellt war.“

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Inhalt laut amazon.de
Psychopathen, rachsüchtige Ex-Geliebte, ahnungslose Zombies und hysterische Geistermädchen.

21 Geschichten, jede eine blutige Wunde.

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Meine Meinung
Brett McBean überzeugt mich seit seinem Erstlingswerk DIE MUTTER 2010 und ich habe seitdem all seine in Deutschland bisher veröffentliche Thriller gelesen. Blutig, grausam und genial eingefädelt und somit absolut nach meinem Psychothriller-Geschmack.

Nun erschien mit DIE SÜNDER eine Sammlung von 21 Kurzgeschichten. Nicht jeder Autor hat das Talent, auch in der Kürze und Knappheit einer Short Story zu überzeugen. Daher war ich sehr gespannt, wie sich McBean da meiner Meinung nach schlagen wird. Schon nach den ersten Geschichten merkte ich, dass all Sorge überflüssig war: Brett McBean schaffte es direkt mich zu begeistern und von dem Haufen der Storys fand ich die meisten einfach nur super klasse!

Logisch, dass einem nicht jeder Text gleich gut gefällt. McBean schreibt ziemlich breit gefächert und somit war meine Neugierde permanent geweckt, denn ich wollte immer weiter wissen, was er einem noch so alles bieten kann.
Die Storys reichen von gruselig über sehr blutig bishin zu nachdenklich stimmend.  Besonders die nachdenklich stimmenden Geschichte haben mir sehr gefallen und zeigten mir eine neue Seite des Autors: Geheimnisvoll, tiefgründig und real-schockierend.

Besonders gut hat mir gefallen, dass der Autor nach jeder Story etwas zur Entstehung dessen sagt. So erfährt man, was er sich beim Schreiben gedacht hat und wie und wann diese Geschichte entstanden ist. Das ist ein super klasse Gimmick und hat mich immer noch mal dazu verleitet, über das gerade Gelesene nachzudenken bzw. es Revue passieren zu lassen.

Ingesamt kann ich diese Kurzgeschichtensammlung jedem Psychothriller- und McBean-Fan wärmstens ans Herz legen. Wer die Stimme des Autors und sein Talent testen will, bevor er einen seiner Romane liest, der kann hier beruhigt zugreifen und sich entführen lassen.

Toll fand ich für mich persönlich jetzt auch den Effekt, dass McBean mich mit einigen seiner Geschichten selbst dazu animiert hat, Ideen weiterzuspinnen und mich literarische zu betätigen. Pure Inspiration, danke Brett 😉

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Bewertung

Cover-Gestaltung 5/5

Preis-Leistung 4/5

Sprache 5/5

Inhalt 4/5

Spannung 4/5

Umsetzung 4/5

Gesamt: 27/30

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Von Brett McBean bereits erschienen:

DIE MUTTER

DIE BESTIEN

DAS MOTEL

Edward Lee – Bighead

•16. August 2012 • 2 Kommentare

Autor Edward Lee

Titel Bighead

Seitenzahl 350

Verlag Festa

Genre Horror/Psychothriller

Preis 13,95 €

ISBN 3865521614

Erscheinungsdatum August 2012

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Erster Satz: „Sie schlug dem Baby mit einer gusseisernen Bratpfanne den Schädel ein.“

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Inhalt bei amazon.de
Ein brutaler, obszöner Thriller!

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Nachdem sein Großvater gestorben ist, sitzt Bighead ganz alleine in der Hütte irgendwo im tiefen Wald von Virginia. Als das letzte Fleisch verzehrt ist, treibt ihn der Hunger hinaus in die »Welt da draußen«, von der er bisher nur von seinem Opa gehört hat …
Wer oder was ist der Bighead? Wieso hat er einen Kopf so groß wie eine Wassermelone? Ist er ein mutierter Psychopath? Was er auch immer ist, Bighead ist unterwegs und hinterlässt eine Spur aus Blut und Grauen.

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THE BIGHEAD gilt als das »most disturbing book«, das jemals veröffentlicht wurde. Mancher Schriftsteller wäre über solch eine Einordnung todunglücklich, doch nicht Edward Lee – er ist stolz darauf.

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Meine Meinung
Nachdem mich HAUS DER BÖSEN LUST von Edward Lee so beeindruckt und gefallen hatte, war klar, dass ich auch die kommenden Bücher, welche in Deutschland veröffentlicht werden, lesen will. Das nächste, was im Hause Festa nun auf dem Plan stand, war dieses hier: BIGHEAD. Alleine die Beschreibung als „most disturbing book“ hatte mich neugierig gemacht und nun konnte ich endlich nach monatelanger Wartezeit auf die Veröffentlichung meine Neugierde stillen.

Was Edward Lee dem Leser hier bietet, ist ein unglaublich harter und brutaler Mix aus Horror, Psycho, Blut, Mord, Vergewaltigung, Kannibalismus, Psychoterror, Angst, Verachtung und sexueller Notgeilheit.
War HAUS DER BÖSEN LUST für mich schon ungewöhnlich brutal und überzeugte mich sprachlich und in seiner Deutlichkeit der Beschreibungen sehr, stellt BIGHEAD das Werk in punkto Brutalität und Härte tatsächlich in den Schatten.

Ich liebe knallharte Psychothriller/Horror und dieses Buch hat mich an den Rand meiner Belastbarkeit und Vorstellungskraft getrieben. Kenne ich nun wahrlich viele Foltermethoden und dank diversen Autoren wie Laymon, Smith und Co. auch schon eine Menge verschiedenster heftigster Sexualpraktiken, zeigte mir Lee hier Szenarien auf, die mich kopfschüttelnd und – festhalten jetzt – lachend in meinem Leserausch rückließen. Hier zeigt sich hervorragend, wovor der Verlag ausdrücklich mit „überzogenen Darstellungen sexueller Gewalt“ warnt. Seine Beschreibungen dessen, was LIEBE MACHEN genannt wird, ist so heftig und überdeutlich, dass man es wahrlich abkönnen muss, um es lesen zu wollen. Wenn man es aber kann, so wie ich, dann macht es teilweise solchen Spaß, dass ich wirklich lachen mussten dabei.
Natürlich kommt auch die Brutalität beim Sex nicht zu kurz und so bietet BIGHEAD auch Szenen aus dem Hardcorebereich, wo selbst ich schlucken musste. Aber hey, nichts anderes habe ich von diesem MOST DISTURBING BOOK erwartet, denn ganz ehrlich: Wäre es nicht genauso, wie BIGEHAD ist, hätte dieses Buch diesen Titel nicht verdient. So aber, hat es ihn mehr verdient, als irgendein anderes Werk.

Wer HAUS DER BÖSEN LUST kennt, dem wird auffallen, dass Edward Lee scheinbar ein Fan von besonderen Leitmotiven ist. So haben seine Protagonisten in BIGEHAD auch wieder einiges schlafend im Traum zu verkraften und auch die katholische Kirche und die Religion bekommen wieder einiges an Fett weg, zumal ein Priester eine der Hauptrollen spielt. Diese Leitmotive gefallen mir sehr, ich mag es, wenn Autoren diese einbauen und in mehr als nur einem Roman auftauchen lassen.

Kommen wir noch kurz zur Sprache des Romans, denn diese ist sehr unterschiedlich, je nachdem, wessen Part wir gerade lesen:
Der Schreibstil ist klasse und gut lesbar, spannend und aufregend, klar und deutlich. Sind wir mit BIGEAD unterwegs, ändert sich das Ganze etwas und dessen Zurückgebliebenheit zeigt sich auch im sprachlichen Stil des Autors. Die Sprache wird sehr umgangsprachig, platt und stumpf. Damit hatte ich anfänglich Probleme, einen Lesefluss zu bekommen, nach und nach wurde es besser. Es passt absolut zum Buch und zur Thematik, daher ist dies kein negativer Kritikpunkt, allerdings tat ich mich damit bis zum Ende hin schwer.

Zum Schluss muss ich noch etwas zum Ende es Buches sagen, ohne zu spoilern: Das Ende hat mir nicht wirklich gefallen. Was immer Edward Lee sich dabei gedacht hat, aber für mich was der Schluss zu abstrakt und durch die vielen, vielen sexuellen Handlungen und Tötungsakte wirkte die gesamte Story auch überladen, sodass ich leider einen Punkt abziehen musste in der Gesamtbewertung. Weniger wäre vielleicht mehr gewesen, denn nachdem ich das Buch zuklappte, welches ich binnen eines Tages verschlang, war ich im wahren Sinne K.O., denn ich hatte wahrhaftig vieles an Horror- und Psychokram miterlebt.

Ein knallharter, schonungslos brutaler und irrer Leckerbissen für alle Hardcoreleser, ein Must-read eines Autors, dessen weitere Werke ich nur so entgegengiere.

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Letztes Wort: „… .“

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Bewertung

Cover-Gestaltung 5/5

Preis-Leistung 4/5

Sprache 3/5

Inhalt 4/5

Spannung 4/5

Umsetzung 4/5

Gesamt: 24/30

E. L. James – Shades of Grey: Geheimes Verlangen

•8. August 2012 • 5 Kommentare

Autor E. L. James

Titel Shades of Grey: Gefährliches Verlangen

Seitenzahl 610

Verlag Goldmann

Genre Erotikroman

Preis 12,99 €

ISBN 3442478952

Erscheinungsdatum Juli 2012

Erster Satz: „Frustriert betrachte ich mich im Spiegel.“

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Inhalt laut amazon.de
„Sie ist 21, Literaturstudentin und in der Liebe nicht allzu erfahren.
Doch dann lernt Ana Steele den reichen und ebenso unverschämt selbstbewussten wie attraktiven Unternehmer Christian Grey bei einem Interview für ihre Uni-Zeitung kennen. Und möchte ihn eigentlich schnellstmöglich wieder vergessen, denn die Begegnung mit ihm hat sie zutiefst verwirrt. So sehr sie sich aber darum bemüht: Sie kommt von ihm nicht los.
Christian führt Ana ein in eine dunkle, gefährliche Welt der Liebe – in eine Welt, vor der sie zurückschreckt und die sie doch mit unwiderstehlicher Kraft anzieht …“
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Meine Meinung
Ja auch ich gehöre zu dem riesen Haufen von Lesern, die sich für diesen Roman nur interessierten, weil er so gehypt wird und weil ich einfach wissen wollte, um was es denn jetzt genau geht, was ich alles erfahre und lerne und ich wollte beurteilen können, ob dieser Hype gerechtfertig ist oder ob ich es hiermit einfach nur wieder mit einem „offenen“ Geheimnis zutun habe, welches nur ein Skandal für diejenigen ist, die der Wahrheit nicht ins Augen blicken wollen oder die einfach in einer Scheinwelt leben und das „wahre“ Leben nicht kennen.

Wer mich kennt weiß, dass ich zu den langsamen Lesern gehöre. Ich habe dieses Buch fast an einem Stück verschlungen, was schon alles aussagt. Nur einen Tag und ich hatte die Story von Ana und Christian inhaliert und warte nun sehnsüchtig den 2. Teil der Trilogie ab.
Woran dies lag, kann ich gar nicht so wirklich beschreiben, da die Story an sich nicht überaus spannend war. Ich denke, es lag an der Thematik selbst, in der man langsam und Schritt für Schritt tiefer eingetaucht ist und besonders an dem sehr einfachen Schreibstil der Autorin. Viele würden diesen Stil vielleicht als schlecht betiteln. Ich fand ich angemessen und gut. Er ist nicht literarisch hoch und eher wie von einer Hobbyautorin, aber genau das machte das Buch so echt und menschlich.

Ich weiß gar nicht so genau, wo ich beginnen soll, meine Meinung kundzutun. Ich beginne am besten einmal mit der Thematik selbst: SM, BDSM, Dom und Sub.
Wer nicht ganz hinter dem Mond lebt, was sexuelle Interessen und Abenteuer angeht, hat sicherlich schon einmal das ein oder andere über diese Spielarten gehört oder gelesen. Auch ich gehöre dazu, weswegen das Thema an sich im Groben für mich nicht neu war. Auch wusste ich, dass es Codewörter gibt, wenn es dem Sub zu viel wird, oder aber kannte auch schon die eine oder andere Regel. Nichtsdestotrotz waren die ausführlichen Beschreibungen und Regeln für mich neu und somit erlangt man viel Wissen, wenn man sich denn für diese Thematik interessiert. Da ich kein Problem mit solchen Neigungen habe, fand ich diese Sache also interessant und aufregend. Ob alles so stimmt, wie die Autorin uns das hier beschreibt, kann ich natürlich nicht sagen, denn ich bewege mich nicht in solchen Szenen. Mich würde daher wirklich interessieren, was Kenner zu diesem Buch zu sagen haben.
Was mir hier gut gefallen hat, ist, dass die Autorin langsam auf diese Thematik hinspielt. Man wird zwar ins kalte, oder diejenigen, die sich mit diesem Thema etwas auskennen, ins lauwarme Wasser, geworfen, aber da diese Reihe auf eine Trilogie ausgelegt ist, zieht sich das ganze hin. Nicht im negativen Sinne, sonst hätte ich die 610 Seiten nicht an einem Tag verschlungen. Es gibt einfach viele Gedanken und Entwicklungen zwischen den beiden Charakteren und diese sind gut ausgearbeitet und strecken die Story in die Länge. Somit ist dieser Band wirklich als gute Einführung zu sehen und ich erwarte in Band 2, dass es deutlich mehr zur Sache gehen wird.

Als nächstes möchte ich mich kurz den Charakteren widmen.
Ana ist für mich von Anfang an unglaublich naiv und dümmlich. Sie ist 21 Jahre alt – oder jung vielmehr – und hat keinerlei sexuelle Erfahrung. Ob das in der heutigen Zeit noch realistisch ist, mag ich zu bezweifeln. Mir ist klar, dass nicht jeder mit 14 schon seine Jungfräulichkeit verliert, und darüber bin ich auch sehr froh, aber sich mit 21 noch nie selbst befriedigt zu haben empfinde ich als unrealistisch und weit hergeholt. Demnach ist Ana sehr unerfahren und hat mich mit ihrem Unwissen viel genervt. Ich habe gehofft, dass sich das über die 600 Seiten hinweg besser, was es auch etwas getan hat, aber ich habe die vage Hoffnung, dass Ana in den Folgebänden erwachsener und erfahrener wird.
Sie hat schließlich einen guten Trainer, wo ich auch schon zu dem zweiten Protagonisten dieses Romans komme: Christian Grey, nach dem dieser Roman benannt ist. Christian ist der Dom, er ist Ende 20 und ein reicher Geschäftsmann. Er kann sich nahe zu alles leisten und somit hegt er auch ein Appartement mit einem Folterkeller. Er ist das totale Gegenteil von Ana, was aber auch gut so ist, denn er ist nun mal der dominante Part in dem Spiel. Ich denke daher auch, dass es Absicht der Autorin war, Ana so dümmlich-naiv und Christian so dominant-reif darzustellen. Es demonstriert dem Leser jederzeit stark die Gegensätze und macht klar, wer welche Rolle einzunehmen hat.

Zuletzt möchte ich erwähnen, dass es sich hierbei ganz klar um einen fiktiven Roman handelt. Auch für mich war es nicht wirklich realistisch nachvollziehbar, dass eine Jungfrau sich auf eine SM-Beziehung einlässt. Das mag es sicherlich geben, dürfte aber in keinem Fall der Regel entsprechen. Aber okay, ich habe mich drauf eingelassen und alles angenommen, was die Autorin mir hier präsentierte. Das meiste, was mich einfach störte, war Anas Naivität, die sie hoffentlich bald verlieren wird.

Ob der Hype nun wirklich gerechtfertig ist, kann ich nicht beurteilen. Ich finde das Buch gut und interessant, aber nicht wirklich skandalös. Es gibt schlimmeres auf der Welt, zumal ich hierbei auch absolut nichts Schlimmes entdecken kann. Es ist sicherlich neu für die meisten Menschen, auch für mich, und wenn man einfach ein aufgeschlossener Mensch ist, dann lernt man hier auch gut eine besondere und spezielle Welt kennen.
Da ich Band 1 binnen eines Tages so verschlungen habe und es mochte, werde ich auch definitiv Band 2 und 3 lesen und bin froh, dass sie so zeitnah erscheinen. Ich bin gespannt, wie es mit Ana und Christian weitergeht.

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Letztes Wort: „….“

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Bewertung

Cover-Gestaltung 5/5

Preis-Leistung 4/5

Sprache 4/5

Inhalt 5/5

Spannung 4/5

Umsetzung 4/5

Gesamt: 26/30

Stefan T. Pinternagel – Fragmente

•5. August 2012 • 1 Kommentar

Autor Stefan T. Pinternagel

Titel Fragmente

Seitenzahl 200

Verlag Atlantis

Genre Psychothriller

Preis 12,90 €

ISBN 3936742286

Erscheinungsdatum 2003

Erster Satz: „Ihr werdet behütet.“

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Inhalt laut amazon.de
“Ich töte nicht bei jeder passenden Gelegenheit – Ich töte, wenn ich es für vertretbar und wichtig empfinde!“

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„Kein Mensch hat so viele Tränen in sich, als dass ich nicht ihr Versiegen abwarten könnte. Und diesmal, ja, diesmal hatte ich wirklich Zeit!“

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Meine Meinung
Heute möchte ich euch einen absoluten Geheimtipp vorstellen: FRAGMENTE von Stefan T. Pinternagel.
Ich weiß gar nicht mehr, wie ich damals auf dieses Buch aufmerksam geworden bin, ich weiß nur, dass es DAS Buch über Serienmörder sein soll und daher ist es schnell auf meinen SUB gelandet, wo es auch recht lange lag. Bis ich endlich danach griff und es arg bereute, es nicht schon viel früher gelesen zu haben.

Der Autor präsentiert uns hier ein Meisterwerk! Aufgebaut ist das Buch aus mehreren unterschiedlichen Stücken, wahrlich Fragmente kann man sagen. Es gibt eine Grundstory, quasi der Roman, und alle paar Kapitel berichtet der Autor dem Leser von wahren, echten Serienmördern.
Stück für Stück wird man gewahr, was für ein Wahnsinn in den letzten Jahrzehnten auf der Welt tobte. Und selbst mich als eingefleischten Horror- und Hardcorethrillerleser hat dieses Werk ungehauen. Denn man erfährt nicht nur, welche Serienkiller wo ihr Unheil verbreiteten, sondern es wird bis ins kleinste Detail beschrieben, wie der Täter seine Opfer quälte.
Und hier erfährt man wirklich alles, was einem in der grausamsten Phantasie so alles einfallen würde: Von sexueller Missbrauch über Sodomie, Kannibalismus, Folter, Pädophilie, Nekrophilie bishin zu den Abartigsten Zerstückelungen von Frauen und Kindern. Ein Beispiel kann ich an dieser Stelle gerne geben: Ein Serienmörder liebte es, seine Opfer zu Köpfen, die Haut vom Schädel abzuziehen, um diese sich dann selbst überzuziehen und damit durch die Wohnung zu tanzen. Nur, damit ihr einen Eindruck der Härte dieses Buches bekommt. Und das Erschreckende daran, natürlich neben den Beschreibungen, ist vor allem eines: Die Wahrheit. Denn die beschriebenen Killer gab es alle wirklich! Ich sage es immer wieder, das wahre Grauen lauert in der Realität, nicht in der Fantasie …

Natürlich ist die Romanhandlung nichts anderes als ebenfalls die eines Serienkillers, welcher dem Leser nach und nach auch beschreibt, was so besonders an dem „Morden in Serie“ ist und man lernt ebenfalls, ob man will oder nicht, wie diese Mörder und Schlächter ticken. Ob man sie versteht oder wohl eher nicht, sei dahingestellt, aber spannend und interessant ist es allemal.

Ein wirklich absoluter Geheimtipp für alle Liebhaber dieses Genres. Man muss definitiv hart gesotten sein, dieses Buch ist KEIN typischer Horror- oder Psychothriller, sondern schon fast ein Sachbuch gepaart mit einem harten blutigen Thriller, welcher mir unglaublich gut gefallen hat. Ich empfehle es ausdrücklich nur Lesern, die wissen, was sie erwartet, denn schon der Prolog lässt einen schlucken, wenn man einen wirklich existenten Brief eines Kinderschänders an die hinterbliebene Mutter liest, in dem er beschreibt, wie er ihr Kind verspeist hat …

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Letztes Wort: „… werden.“

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Bewertung

Cover-Gestaltung 4/5

Preis-Leistung 5/5

Sprache 4/5

Inhalt 5/5

Spannung 4/5

Umsetzung 5/5

Gesamt: 27/30

Tahereh Mafi – Ich fürchte mich nicht

•3. August 2012 • 2 Kommentare

Autor Tahereh Mafi

Titel Ich fürchte mich nicht

Seitenzahl 320

Verlag Goldmann

Genre Jugendfantasy

Preis 16,99 €

ISBN 3442313015

Erscheinungsdatum Juli 2012

Erster Satz: „Ich bin seit 264 Tagen eingesperrt.“

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Inhalt laut amazon.de
Ich habe eine Gabe. Ich bin das Leben. Berühr mich.

»“Du darfst mich nicht anfassen“, flüstere ich. „Bitte fass mich an“, möchte ich in Wahrheit sagen. Aber wenn man mich anfasst, geschieht Seltsames. Schlimmes.«

Ihr Leben lang war Juliette einsam, eine Ausgestoßene – ein Monster. Ihre Berührung ist tödlich, man fürchtet sie, hat sie weggesperrt. Bis die Machthaber einer fast zerstörten Welt sich ihrer als Waffe bedienen möchten. Doch Juliette beschließt zu kämpfen – gegen die, die sie gefangen halten, gegen sich selbst, das Dunkel in ihr. An ihrer Seite ein Mann, zu dem sie sich unaufhaltsam hingezogen fühlt. Ihn zu berühren ist ihr sehnlichster Wunsch – und ihre größte Furcht …

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Meine Meinung
Was für ein Buch! Klappentext als auch das wirklich wunderschöne Cover hatten mich sofort angesprochen und nachdem ich begeisterte Stimmen auch im Internet las, musste ich dieses Buch unbedingt haben und lesen. Und kaum ist es bei mir zuhause angekommen, habe ich danach gegriffen und es beinnahe in einem Rutsch weggelesen.

Was ich unbedingt als erstes erwähnen muss und was auch am auffallendsten an diesem Buch ist, ist der Schreibstil der Autorin. Was für eine philosophische, gefühlsvolle und intensive Sprachwahl! Die Autorin schreibt mit so viel Power und Gefühl, dass es mich schon nach den ersten Seiten völlig begeistert hat. Der Stil ist ganz besonders und anders, ich kann das gar nicht wirklich in Worte fassen. So gefühlsbetont und kraftvoll, das habe ich selten bisher gelesen.

Juliette berichtet aus ihrer Sicht, was die Geschichte unglaublich nah und packend macht. Dazu dann dieser persönliche und emotionale Schreibstil und man ist als Leser total gefesselt und berührt. Ich war jedenfalls sofort tief in ihrer Gefühlswelt eingetaucht und habe sehr vieles nachempfinden können. Zu Beginn erzählt Juliette viel von ihrer Vergangenheit und ihrer „Krankheit“, die sie zu haben scheint, und die daraus resultierende Einsamkeit. Keiner, der sie umarmt, niemand, der sie lieb hat, nicht ein Mensch, der sie je berührt hat. Durch all das ist sie sehr distanziert und kalt ihrer Umwelt gegenüber geworden, was total nachvollziehbar war.

Die knapp 320 Seiten waren leider für meinen Geschmack viel zu schnell weggelesen. Selten schaffe ich ein Buch an einem Tag, aber hier war es genauso. Ich konnte einfach nicht aufhören, da die Geschichte auch mehrfach heftige Wendungen hatte, mit denen ich absolut nicht rechnete. So war die Geschichte nicht nur seicht und sanft aufgrund des Schreibstils, sondern auch blutig und eiskalt brutal an einigen Stellen, was mich sehr überraschte.

Deshalb bin ich umso glücklicher darüber, dass dies der Auftakt einer Reihe sein wird. Denn im Englischen sind schon um die vier Bände erschienen.
Ich bin sehr gespannt darauf, wie es mit Juliette weitergeht, denn das Ende ist zwar kein großer Cliffhanger, aber dennoch unglaublich spannend und machte mir viel Lust auf weitere Abenteuer.

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Letztes Wort: „… bereit.“

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Bewertung

Cover-Gestaltung 5/5

Preis-Leistung 3/5

Sprache 4/5

Inhalt 5/5

Spannung 5/5

Umsetzung 4/5

Gesamt: 26/30

David L. Garbala – Puerta Oscura: Totengesang

•1. August 2012 • Schreibe einen Kommentar

Autor David L. Garbala

Titel Puerta Oscura: Totengesang

Seitenzahl 560

Verlag Loewe

Genre Jugendthriller

Preis 19,95 €

ISBN 3785568665

Erscheinungsdatum August 2012

Erster Satz: „Ohne seinen Schritt zu verlangsamen, sah Adolphe Bineau auf die Uhr.“

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Inhalt laut amazon.de
„Nach dem tragischen Tod von Dominique wartet auf Pascal und seine Freunde gleich eine neue schreckliche Nachricht. Seit Jules von einer Kreatur aus der Unterwelt angegriffen wurde, pulsiert ein gefährliches Gift in seinen Adern, das ihn unaufhaltsam in ein Monster verwandelt. Es gibt nur eine Möglichkeit, Jules vor dem sicheren Tod zu bewahren: Pascal muss erneut in das Totenreich zurückkehren, um das Gegengift zu beschaffen. Während er sich den Gefahren der Unterwelt stellt, versucht er auch, Michelles Liebe wiederzugewinnen. Die Zeit läuft, bald wird sich die Dunkle Pforte wieder schließen. Und diesmal wird es für immer sein.“

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Meine Meinung
Nachdem mir 2010 TOTENREISE und 2011 TOTENGELÄCHTER so sehr gefallen haben, habe ich dem Ende der PUERTA OSCURA Trilogie von David Lazano Garbala entgegengefiebert. Nun war es endlich soweit, der leider letzte Teil erschien und ich habe ihn sehr genossen.

Ohne viel auf den Inhalt einzugehen möchte ich euch einfach nur sagen, dass mich dieses Buch wieder sehr gut gefallen hat und ich im Nachhinein trauriger darüber war, dass die Reihe nun hiermit beendet ist.
All die viele tollen Freunde, die man in den beiden vorherigen Büchern kennen und lieben gelernt hat, trifft man hier wieder und erlebt das letzte und finale Abenteuer. Und das hat es in sich: Pascal, Daphne, Michelle, Jules und Co. kämpfen erneut gegen die Wesen der Unterwelt. Diesmal ist es ein Rennen gegen die Zeit, denn Pascals Freunde sind in Gefahr und die Zeit der Toten vergeht anders, als die der Lebenden.
Wir tauchen erneut ein durch die dunkle Pforte ins Reich der Toten, welches angsteinflößend, grauenvoll und düster wie eh und je ist. Daher kann ich diese Trilogie guten Gewissens auch Erwachsenen empfehlen. Die Bücher sind nicht nur aufgrund der hohen Seitenzahl voller Ereignisse, nein, der Autor hat es auch geschafft, einen guten Blick auf alle Handlungsstränge zu geben, in dem er die Kapitel kurz hält und immer hin und her wechselt. So verfolgt man mehrere Ereignisse parallel und bekommt somit alle Geschehnisse hautnah mit.

Ein besonderes Talent scheint der Autor in Bezug auf seine Charakteren zu haben, denn sie sind alle greifbar und klar vor Augen. Keiner ist schwammig oder kommt in seiner Beschreibung zu kurz. Ich konnte sie alle super von einander unterscheiden und es kristallisierte sich schnell heraus, wen man mochte und wen eher weniger, weil er oder sie zur bösen Seite gehörte. Hier sehe ich ganz klar eine große Begabung. Das schafft nicht jeder Autor, aber David Garbala hat dies in allen drei Büchern super hinbekommen. Das ist wahrscheinlich auch der Grund, wieso ich mich so wohl beim Lesen fühlte: Nicht nur die Welt, die er geschaffen hat und die interessante und spannende Story, sondern vor allem auch alle Personen, die mitspielen, sind authentisch und interessant.

Ein unglaublich packendes und abenteuerreiches Buch, welches der Autor hier seinen Lesern geschrieben hat. Es bleibt einem keine Zeit zum Durchatmen. Die Handlung und die Ereignisse sprudeln nur so dahin und überschlagen sich, man ist gezwungen, immer weiter und weiter zu lesen und kommt von diesem dicken Wälzer absolut nicht weg. 560 Seiten voller Action und Spannung, für ein Jugendbuch wieder recht brutal und blutig und daher auch sehr allen Erwachsenen zu empfehlen, die dunkle Geheimnisse, Abendteuerreisen und Fantasy mögen. Liebenswürdige Charaktere, die authentisch und ehrlich wirken, sodass ich mir sicher bin, die Trilogie irgendwann einmal noch mal zu lesen, denn ich vermisse jetzt schon die guten Seiten der Totenwelt, Pascal, Daphne, meine beiden Lieblinge und all ihre Freunde und Feinde.

David Lazano Garbala ist mit PUERTA OSCURA eine super spannende, gruselige, abenteuerreiche Trilogie gelungen, die ich mit viel Leselust und Spannung sehr, sehr gerne gelesen, ja beinnahe eingeatmet, habe. Ich hoffe sehr, dass noch mehr von diesem Autor kommen wird, denn sein Schreibstil ist packend und super flüssig zu lesen und seine Ideen wirken so echt und real, dass sie einem eine kalte Schauer über den Rücken laufen lassen.

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Letztes Wort: „… hoffnungsvoll.“

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Bewertung

Cover-Gestaltung 5/5

Preis-Leistung 4/5

Sprache 5/5

Inhalt 4/5

Spannung 5/5

Umsetzung 5/5

Gesamt: 28/30

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Meine Rezension zu TOTENGELÄCHTER