Edward Lee – Bighead

Autor Edward Lee

Titel Bighead

Seitenzahl 350

Verlag Festa

Genre Horror/Psychothriller

Preis 13,95 €

ISBN 3865521614

Erscheinungsdatum August 2012

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Erster Satz: „Sie schlug dem Baby mit einer gusseisernen Bratpfanne den Schädel ein.“

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Inhalt bei amazon.de
Ein brutaler, obszöner Thriller!

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Nachdem sein Großvater gestorben ist, sitzt Bighead ganz alleine in der Hütte irgendwo im tiefen Wald von Virginia. Als das letzte Fleisch verzehrt ist, treibt ihn der Hunger hinaus in die »Welt da draußen«, von der er bisher nur von seinem Opa gehört hat …
Wer oder was ist der Bighead? Wieso hat er einen Kopf so groß wie eine Wassermelone? Ist er ein mutierter Psychopath? Was er auch immer ist, Bighead ist unterwegs und hinterlässt eine Spur aus Blut und Grauen.

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THE BIGHEAD gilt als das »most disturbing book«, das jemals veröffentlicht wurde. Mancher Schriftsteller wäre über solch eine Einordnung todunglücklich, doch nicht Edward Lee – er ist stolz darauf.

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Meine Meinung
Nachdem mich HAUS DER BÖSEN LUST von Edward Lee so beeindruckt und gefallen hatte, war klar, dass ich auch die kommenden Bücher, welche in Deutschland veröffentlicht werden, lesen will. Das nächste, was im Hause Festa nun auf dem Plan stand, war dieses hier: BIGHEAD. Alleine die Beschreibung als „most disturbing book“ hatte mich neugierig gemacht und nun konnte ich endlich nach monatelanger Wartezeit auf die Veröffentlichung meine Neugierde stillen.

Was Edward Lee dem Leser hier bietet, ist ein unglaublich harter und brutaler Mix aus Horror, Psycho, Blut, Mord, Vergewaltigung, Kannibalismus, Psychoterror, Angst, Verachtung und sexueller Notgeilheit.
War HAUS DER BÖSEN LUST für mich schon ungewöhnlich brutal und überzeugte mich sprachlich und in seiner Deutlichkeit der Beschreibungen sehr, stellt BIGHEAD das Werk in punkto Brutalität und Härte tatsächlich in den Schatten.

Ich liebe knallharte Psychothriller/Horror und dieses Buch hat mich an den Rand meiner Belastbarkeit und Vorstellungskraft getrieben. Kenne ich nun wahrlich viele Foltermethoden und dank diversen Autoren wie Laymon, Smith und Co. auch schon eine Menge verschiedenster heftigster Sexualpraktiken, zeigte mir Lee hier Szenarien auf, die mich kopfschüttelnd und – festhalten jetzt – lachend in meinem Leserausch rückließen. Hier zeigt sich hervorragend, wovor der Verlag ausdrücklich mit „überzogenen Darstellungen sexueller Gewalt“ warnt. Seine Beschreibungen dessen, was LIEBE MACHEN genannt wird, ist so heftig und überdeutlich, dass man es wahrlich abkönnen muss, um es lesen zu wollen. Wenn man es aber kann, so wie ich, dann macht es teilweise solchen Spaß, dass ich wirklich lachen mussten dabei.
Natürlich kommt auch die Brutalität beim Sex nicht zu kurz und so bietet BIGHEAD auch Szenen aus dem Hardcorebereich, wo selbst ich schlucken musste. Aber hey, nichts anderes habe ich von diesem MOST DISTURBING BOOK erwartet, denn ganz ehrlich: Wäre es nicht genauso, wie BIGEHAD ist, hätte dieses Buch diesen Titel nicht verdient. So aber, hat es ihn mehr verdient, als irgendein anderes Werk.

Wer HAUS DER BÖSEN LUST kennt, dem wird auffallen, dass Edward Lee scheinbar ein Fan von besonderen Leitmotiven ist. So haben seine Protagonisten in BIGEHAD auch wieder einiges schlafend im Traum zu verkraften und auch die katholische Kirche und die Religion bekommen wieder einiges an Fett weg, zumal ein Priester eine der Hauptrollen spielt. Diese Leitmotive gefallen mir sehr, ich mag es, wenn Autoren diese einbauen und in mehr als nur einem Roman auftauchen lassen.

Kommen wir noch kurz zur Sprache des Romans, denn diese ist sehr unterschiedlich, je nachdem, wessen Part wir gerade lesen:
Der Schreibstil ist klasse und gut lesbar, spannend und aufregend, klar und deutlich. Sind wir mit BIGEAD unterwegs, ändert sich das Ganze etwas und dessen Zurückgebliebenheit zeigt sich auch im sprachlichen Stil des Autors. Die Sprache wird sehr umgangsprachig, platt und stumpf. Damit hatte ich anfänglich Probleme, einen Lesefluss zu bekommen, nach und nach wurde es besser. Es passt absolut zum Buch und zur Thematik, daher ist dies kein negativer Kritikpunkt, allerdings tat ich mich damit bis zum Ende hin schwer.

Zum Schluss muss ich noch etwas zum Ende es Buches sagen, ohne zu spoilern: Das Ende hat mir nicht wirklich gefallen. Was immer Edward Lee sich dabei gedacht hat, aber für mich was der Schluss zu abstrakt und durch die vielen, vielen sexuellen Handlungen und Tötungsakte wirkte die gesamte Story auch überladen, sodass ich leider einen Punkt abziehen musste in der Gesamtbewertung. Weniger wäre vielleicht mehr gewesen, denn nachdem ich das Buch zuklappte, welches ich binnen eines Tages verschlang, war ich im wahren Sinne K.O., denn ich hatte wahrhaftig vieles an Horror- und Psychokram miterlebt.

Ein knallharter, schonungslos brutaler und irrer Leckerbissen für alle Hardcoreleser, ein Must-read eines Autors, dessen weitere Werke ich nur so entgegengiere.

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Letztes Wort: „… .“

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Bewertung

Cover-Gestaltung 5/5

Preis-Leistung 4/5

Sprache 3/5

Inhalt 4/5

Spannung 4/5

Umsetzung 4/5

Gesamt: 24/30

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~ von David - 16. August 2012.

2 Antworten to “Edward Lee – Bighead”

  1. Ich bin nun echt neugierig auf dieses Buch! Werde es mir – wenn ich mal wieder flüssig bin – wohl anschaffen 🙂

  2. Der erste Satz klingt ja schon ziemlich krass *_*
    Werde mir das Buch aber auch noch zulegen!

    LG Steffi

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