E. L. James – Shades of Grey: Geheimes Verlangen

Autor E. L. James

Titel Shades of Grey: Gefährliches Verlangen

Seitenzahl 610

Verlag Goldmann

Genre Erotikroman

Preis 12,99 €

ISBN 3442478952

Erscheinungsdatum Juli 2012

Erster Satz: „Frustriert betrachte ich mich im Spiegel.“

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Inhalt laut amazon.de
„Sie ist 21, Literaturstudentin und in der Liebe nicht allzu erfahren.
Doch dann lernt Ana Steele den reichen und ebenso unverschämt selbstbewussten wie attraktiven Unternehmer Christian Grey bei einem Interview für ihre Uni-Zeitung kennen. Und möchte ihn eigentlich schnellstmöglich wieder vergessen, denn die Begegnung mit ihm hat sie zutiefst verwirrt. So sehr sie sich aber darum bemüht: Sie kommt von ihm nicht los.
Christian führt Ana ein in eine dunkle, gefährliche Welt der Liebe – in eine Welt, vor der sie zurückschreckt und die sie doch mit unwiderstehlicher Kraft anzieht …“
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Meine Meinung
Ja auch ich gehöre zu dem riesen Haufen von Lesern, die sich für diesen Roman nur interessierten, weil er so gehypt wird und weil ich einfach wissen wollte, um was es denn jetzt genau geht, was ich alles erfahre und lerne und ich wollte beurteilen können, ob dieser Hype gerechtfertig ist oder ob ich es hiermit einfach nur wieder mit einem „offenen“ Geheimnis zutun habe, welches nur ein Skandal für diejenigen ist, die der Wahrheit nicht ins Augen blicken wollen oder die einfach in einer Scheinwelt leben und das „wahre“ Leben nicht kennen.

Wer mich kennt weiß, dass ich zu den langsamen Lesern gehöre. Ich habe dieses Buch fast an einem Stück verschlungen, was schon alles aussagt. Nur einen Tag und ich hatte die Story von Ana und Christian inhaliert und warte nun sehnsüchtig den 2. Teil der Trilogie ab.
Woran dies lag, kann ich gar nicht so wirklich beschreiben, da die Story an sich nicht überaus spannend war. Ich denke, es lag an der Thematik selbst, in der man langsam und Schritt für Schritt tiefer eingetaucht ist und besonders an dem sehr einfachen Schreibstil der Autorin. Viele würden diesen Stil vielleicht als schlecht betiteln. Ich fand ich angemessen und gut. Er ist nicht literarisch hoch und eher wie von einer Hobbyautorin, aber genau das machte das Buch so echt und menschlich.

Ich weiß gar nicht so genau, wo ich beginnen soll, meine Meinung kundzutun. Ich beginne am besten einmal mit der Thematik selbst: SM, BDSM, Dom und Sub.
Wer nicht ganz hinter dem Mond lebt, was sexuelle Interessen und Abenteuer angeht, hat sicherlich schon einmal das ein oder andere über diese Spielarten gehört oder gelesen. Auch ich gehöre dazu, weswegen das Thema an sich im Groben für mich nicht neu war. Auch wusste ich, dass es Codewörter gibt, wenn es dem Sub zu viel wird, oder aber kannte auch schon die eine oder andere Regel. Nichtsdestotrotz waren die ausführlichen Beschreibungen und Regeln für mich neu und somit erlangt man viel Wissen, wenn man sich denn für diese Thematik interessiert. Da ich kein Problem mit solchen Neigungen habe, fand ich diese Sache also interessant und aufregend. Ob alles so stimmt, wie die Autorin uns das hier beschreibt, kann ich natürlich nicht sagen, denn ich bewege mich nicht in solchen Szenen. Mich würde daher wirklich interessieren, was Kenner zu diesem Buch zu sagen haben.
Was mir hier gut gefallen hat, ist, dass die Autorin langsam auf diese Thematik hinspielt. Man wird zwar ins kalte, oder diejenigen, die sich mit diesem Thema etwas auskennen, ins lauwarme Wasser, geworfen, aber da diese Reihe auf eine Trilogie ausgelegt ist, zieht sich das ganze hin. Nicht im negativen Sinne, sonst hätte ich die 610 Seiten nicht an einem Tag verschlungen. Es gibt einfach viele Gedanken und Entwicklungen zwischen den beiden Charakteren und diese sind gut ausgearbeitet und strecken die Story in die Länge. Somit ist dieser Band wirklich als gute Einführung zu sehen und ich erwarte in Band 2, dass es deutlich mehr zur Sache gehen wird.

Als nächstes möchte ich mich kurz den Charakteren widmen.
Ana ist für mich von Anfang an unglaublich naiv und dümmlich. Sie ist 21 Jahre alt – oder jung vielmehr – und hat keinerlei sexuelle Erfahrung. Ob das in der heutigen Zeit noch realistisch ist, mag ich zu bezweifeln. Mir ist klar, dass nicht jeder mit 14 schon seine Jungfräulichkeit verliert, und darüber bin ich auch sehr froh, aber sich mit 21 noch nie selbst befriedigt zu haben empfinde ich als unrealistisch und weit hergeholt. Demnach ist Ana sehr unerfahren und hat mich mit ihrem Unwissen viel genervt. Ich habe gehofft, dass sich das über die 600 Seiten hinweg besser, was es auch etwas getan hat, aber ich habe die vage Hoffnung, dass Ana in den Folgebänden erwachsener und erfahrener wird.
Sie hat schließlich einen guten Trainer, wo ich auch schon zu dem zweiten Protagonisten dieses Romans komme: Christian Grey, nach dem dieser Roman benannt ist. Christian ist der Dom, er ist Ende 20 und ein reicher Geschäftsmann. Er kann sich nahe zu alles leisten und somit hegt er auch ein Appartement mit einem Folterkeller. Er ist das totale Gegenteil von Ana, was aber auch gut so ist, denn er ist nun mal der dominante Part in dem Spiel. Ich denke daher auch, dass es Absicht der Autorin war, Ana so dümmlich-naiv und Christian so dominant-reif darzustellen. Es demonstriert dem Leser jederzeit stark die Gegensätze und macht klar, wer welche Rolle einzunehmen hat.

Zuletzt möchte ich erwähnen, dass es sich hierbei ganz klar um einen fiktiven Roman handelt. Auch für mich war es nicht wirklich realistisch nachvollziehbar, dass eine Jungfrau sich auf eine SM-Beziehung einlässt. Das mag es sicherlich geben, dürfte aber in keinem Fall der Regel entsprechen. Aber okay, ich habe mich drauf eingelassen und alles angenommen, was die Autorin mir hier präsentierte. Das meiste, was mich einfach störte, war Anas Naivität, die sie hoffentlich bald verlieren wird.

Ob der Hype nun wirklich gerechtfertig ist, kann ich nicht beurteilen. Ich finde das Buch gut und interessant, aber nicht wirklich skandalös. Es gibt schlimmeres auf der Welt, zumal ich hierbei auch absolut nichts Schlimmes entdecken kann. Es ist sicherlich neu für die meisten Menschen, auch für mich, und wenn man einfach ein aufgeschlossener Mensch ist, dann lernt man hier auch gut eine besondere und spezielle Welt kennen.
Da ich Band 1 binnen eines Tages so verschlungen habe und es mochte, werde ich auch definitiv Band 2 und 3 lesen und bin froh, dass sie so zeitnah erscheinen. Ich bin gespannt, wie es mit Ana und Christian weitergeht.

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Letztes Wort: „….“

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Bewertung

Cover-Gestaltung 5/5

Preis-Leistung 4/5

Sprache 4/5

Inhalt 5/5

Spannung 4/5

Umsetzung 4/5

Gesamt: 26/30

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~ von David - 8. August 2012.

5 Antworten to “E. L. James – Shades of Grey: Geheimes Verlangen”

  1. Lustigerweise interessiert mich das Buch immer weniger, je mehr es gehypt wird. Aber interessant, dass es dir so gut gefallen hat. Vielleicht sollte ich ihm doch noch eine Chance geben? Dagegen spricht aber, was du über die Protagonistin schreibst, ich kann Charaktere, die so naiv sind, dass es praktisch an Weltfremdheit grenzt nicht ausstehen. Wenn dann noch die kleinste Ungereimheit kommt (wäre hier vermutlich: Jungfrau lässt sich gleich mal auf eine SM-Beziehung ein) dann hat der Autor eigentlich schon verloren. Ich bleibe jedenfalls jetzt immer noch eines: sehr unentschlossen, ob ich das Buch lesen soll oder nicht.

  2. Das sollte doch mal eine Fanfiction zur Biss-Reihe sein – Gibt es da denn überhaupt Parallelen zu? Denn das was ich bisher davon gehört habe erinnert mich in keiner Weise an Meyers Bücher …

  3. Ein tolles Buch, hat es unter meine Favoriten geschafft ! Sehr empfehlenswert !

  4. Cool du magst es. Ich bin grad auf Seite 267 oder so?! Und bisher mag ich es sehr 🙂

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