Bryan Smith – Seelenfresser

Autor Bryan Smith

Titel Seelenfresser

Seitenzahl 340

Verlag Festa

Genre Horror

Preis 13,95 €

ISBN 386552141X

Erscheinungsdatum April 2012

Erster Satz: „Der Junge und das Mädchen beäugten einander nervös, als sie auf der Waldlichtung standen.“

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Inhalt bei amazon.de
„SIE IST EINE LAMIA EINE VERSCHLINGERIN DER SEELEN.
Jakes Bruder hat eine neue Freundin: Myra. Sie ist wunderschön, aber auch seltsam. Als Jake herausfindet, dass ein Mann nach dem anderen in Myras Bett landet, ist er kaum überrascht, denn er hält sie für abgrundtief verdorben. Das spürt er. Doch dass Myra die Männer sexuell regelrecht versklavt, verschlägt ihm den Atem. Als ihm jemand erzählt, Myra sei Jahrhunderte alt und reiße jungen Männern bei lebendigem Leib die Seelen aus der Brust, lacht Jake keineswegs, denn diese Kreatur ist wirklich unmenschlich geil … auf ihn …“

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Meine Meinung
Vielleicht vermittelt die Beschreibung des Buches schon in etwa, dass der Leser hier ein wirklich besonderes Buch in den Händen hält.
SEELENFRESSER ist anders.
Es ist brutal, es ist blutig, es ist verstörend. Aber vor allem hinterlässt es ein Gefühlschaos aus Abscheu, Anziehung, Verwirrung und Begeisterung.

Bryan Smith bietet in seinem zweiten im Festa Verlag erschienenen Roman fast nur Neues, was ich als jahrelanger Thriller- und Horrorleser noch nie zuvor geboten bekommen habe. Szenerien und Storyabläufe, die absolut nicht vorher zu sehen sind und mich immer wieder aufs Neue geschockt haben. Personen, die auf den ersten Blick nett und sympathisch wirken, werden ein paar Kapitel später zu sadistischen Perversen. Jeder in diesem Buch hat ein Geheimnis, welches der Leser nach und nach entdecken muss, ob er will, oder nicht. Und gleich zu Beginn schockte der Autor mich mit sadistischen Szenen jenseits unserer heutigen Moralvorstellungen, die ich in dieser Form keinesfalls erwartete. Ich saß nur da, und dachte: WAS GEHT JETZT HIER AB? Es war geil, aber keinesfalls für jedermann Lesegeschmack, da bin ich absolut sicher.
Ja, ihr merkt, das Buch IST anders. Es ist sehr, sehr speziell. Ich bin mir sicher, dass SEELENFRESSER entweder geliebt oder gehasst wird. Entweder man steht auf diesen SHIT oder man legt es angewidert beiseite. Ich für meinen Teil STEHE auf diesen SHIT!

Daher kann ich auch eigentlich nur eines sagen: Ihr müsst dieses Buch selbst erleben und ausprobieren! Denn jedes Wort und jede Beschreibung, was genau anders ist oder was nun genau Jake und Co. passieren, würde nur die Spannung und das Gefühlsempfindung ruinieren, welches ich beim Lesen empfand.

Es sei gesagt: Wer VERKOMMEN mochte, muss nicht zwangsläufig auch SEELENFRESSER mögen. Das Buch ist einfach völlig anders. Ich selbst empfand VERKOMMEN nicht so brutal, wie einige andere Leser es taten. Jedoch ist SEELENFRESSER viel brutaler. Demnach kann hier jeder selber entscheiden, ob er sich traut.
Wer MELLICK III und LAYMON liebt und kennt, dem muss ich dieses Buch allerdings zwingend ans Leserherz legen: Es ist sehr ähnlich abgedreht und verrückt. Ich könnte wetten, dass Smith sich ein Beispiel an die beiden verrückten Autoren nahm, während er an SEELENFRESSER schrieb. Parallelen zur Härter und besonders zur Abgedrehtheit sind nicht zu leugnen, wie ich finde. Das spricht nur für ihn, denn ich bin Fan aller drei Autoren.
Wer sich nicht sicher ist, ob SEELENFRESSER etwas für ihn ist: Schnappt euch in der Buchhandlung das Buch und lest die ersten beiden Kapitel. Danach wisst ihr, was euch erwartet. Mich haben die beiden süchtig nach dem Rest des Buches gemacht und ich war schockiert und angetan zugleich.

Diese Rezension trotzt nur so vor Begeisterung, warum aber gebe ich dann nicht volle Punktzahl?
Schwer zu sagen, dass muss ich zugeben. Ich empfand die Story besonders zum Ende hin zu überladen. Es passierte für meinen Geschmack zu viel und die Ereignisse überschlugen sich nur so. Das brachte zwar viel Action und Spannung rein, jedoch machte es mir das Finale zu lebhaft und überdrehte die sowieso schon verrückte Geschichte nochmals ein Stück weit mehr. Toll wäre hier gewesen, wenn Smith einen Gang runtergeschaltet hätte. Das Ende ist zwar genau nach meinem Geschmack – tja, mehr verrate ich da nicht – aber der Weg dorthin war mir zu ereignisreich.

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… SEELENFRESSER habe ich an knapp zwei Tagen verschlungen. Da fragt man sich doch, ob Lamia da nicht ihre Hände im Spiel hatte … Oh Gott, hoffentlich nic-

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Letztes Wort: „… nicht.“

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Bewertung

Cover-Gestaltung 5/5

Preis-Leistung 4/5

Sprache 4/5

Inhalt 4/5

Umsetzung 4/5

Gesamt: 25/30

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~ von David - 30. April 2012.

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