Francesc Miralles – Retrum

Autor Francesc Miralles

Titel Retrum

Seitenzahl 340

Verlag Loewe

Genre Jugendthriller

Preis 14,95€

ISBN 3785570384

Erscheinungsdatum Januar 2012

Erster Satz: „Das erste Mal höre ich die Stimme eines Abends im Winter.“

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Inhalt bei amazon.de
„Nach dem Tod seines Zwillingsbruders ist Christian zum Einzelgänger geworden. Am liebsten verbringt er seine Zeit auf dem Friedhof. So lernt er Alexia, Robert und Lorena kennen. Sie nennen sich Retrum und übernachten regelmäßig auf Friedhöfen, um mit Toten in Kontakt zu treten. Christian ist von Alexia völlig fasziniert und schließt sich der Clique an. Doch er weiß nicht, dass er damit das Tor zu einer Welt voller dunkler Schatten und düsterer Offenbarungen öffnet. Denn was als Spaß beginnt, wird zur tödlichen Gefahr …“

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Meine Meinung
Von diesem Jugendthriller hatte ich mir viel Spannung und Mystik erwartet, denn alleine das Cover und der pechschwarze Buchschnitt haben eine sehr düstere und gruselige Atmosphäre geschaffen. Daher hat es mich gleich sehr angesprochen und ich habe es recht schnell verschlungen.

Die Grundstory des Buches ist spannend und gruselig, genauso wie erhofft. Christian rutscht in eine Art Gothicgruppe hinein und erlebt dort Nacht für Nacht Abendteuer auf einem Friedhof. Seit dem Tod seines Zwillingsbruders ist er sehr distanziert und traurig geworden, sodass er in dieser Gruppe eine Zuflucht sucht und sicher ist, diese dort auch gefunden zu haben. Doch eines Tages überschlagen sich die Ereignisse und Christian muss feststellen, dass nicht alles so war, wie er schien.

Neben den Gothic-Themen geht es vor allem auch um die erste Liebe, die erste Beziehung und um Intrigen und Lügen unter Freunden. Alles zusammen hat der Autor sehr gut gemixt, so dass sich das Buch schnell lesen ließ.
Christian war mir von Anfang an sympathisch und die Gothicgruppe namens Retrum war ebenfalls ein chaotischer Haufen, mit dem Spaß garantiert war.
Da dies ein Jugendbuch ist, empfand ich die Sprache und Oberflächlichkeit der Themen Gothic und Tod sehr gut. Der Autor bleibt recht distanziert und reißt diese Themen nur an, so dass auch jüngere Leser dieses Buch lesen können. Es ist demnach nicht zu gruselig oder brutal, hält einen dennoch am Lesen und hatte für mich einen wirklich guten Lesegenuss.

Natürlich hätte ich mir tiefere Handlungen im Reich der Toten und der Gothicszene gewünscht, aber wie schon gesagt, ist der Roman durch die Distanz sehr gut für Jugendliche geeignet und für Laien verständlich. Mich hat es demnach nicht wirklich geärgert, auch wenn ich einige Szenen langweiliger fand, als andere und mir im Gesamten mehr erhofft hatte. Für einen Jugendroman hatte er alles, was er haben musste und nur das hat für mich am Ende gezählt. Besonders der Lesefluss durch den guten Schreibstil hat mir sehr gut gefallen.

Ich kann das Buch dennoch jedem ans Herz legen, der gerne Jugendbücher liest und dieses hier verschlingen will, da man bis zum Ende nicht wirklich von los kommt.

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Letztes Wort: „… sterben.“

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Bewertung

Cover-Gestaltung 4/5

Preis-Leistung 3/5

Sprache 4/5

Inhalt 3/5

Spannung 3/5

Umsetzung 3/5

Gesamt: 20/30

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~ von David - 4. Februar 2012.

2 Antworten to “Francesc Miralles – Retrum”

  1. Retrum fällt jetzt zwar nicht in mein Buch-Beuteschema, aber ich muss mir deinen Blog doch merken. Ich habe nämlich diese Schwäche…bevor ich ein Buch anfange, muss ich den letzten Satz lesen. Aber wirklich NUR den allerletzten Satz. Und erste Sätze sind eh sowas von wichtig. Schön, dass du bei deinen Rezensionen daran denkst! 🙂

  2. Hört sich super an, danke für die Rezension.

    LG Claudia

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