Jonathan Tropper – Sieben verdammt lange Tage

Autor Jonathan Tropper

Titel Sieben verdammt lange Tage

Seitenzahl 450

Verlag Knaur

Genre Roman

Preis 9,99€

ISBN 342663743X

Erscheinungsdatum Januar 2011

Erster Satz: „Dad ist tot.“

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Inhalt bei amazon.de

„Familientreffen bei den Foxmans enden stets mit zuschlagenden Türen und quietschenden Reifen, wenn Judd und seine Geschwister das Weite suchen. Doch nun ist ihr Vater gestorben und die Familie muss Schiwa sitzen, sieben Tage die traditionelle jüdische Totenwache halten. Für die Foxmans beginnt eine verdammt lange Woche, denn diesmal kann niemand von ihnen weglaufen – und noch dazu erfährt Judd ausgerechnet jetzt, dass seine geliebte Frau endlich schwanger ist. Aber nicht von ihm …“

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Meine Meinung

Nach all den Thrillern brauchte ich dringend mal etwas Lustiges zwischendurch und habe zu diesem Buch gegriffen. Schon nach den ersten paar Seiten war ich begeistert von dem Buch, sodass ich es sehr genoss.

Jonathan Tropper erschafft hier eine Familie, welche jeder von uns als Nachbarn haben könnte: Chaotisch, liebenswürdig und sehr unterschiedlich. Mutter, Söhne, Brüder und Verwandte sind alle auf ihre eigene Art und Weise interessant und besonders der Protagonist Judd kam mir von Anfang an sehr sympathisch rüber. Der Klappentext verrät im Groben, was ihm passiert ist und wir erleben nun unterteilt in sieben Hauptkapiteln die kompletten sieben Tage der Familie mit. Herrlich kann ich da nur sagen!

Ein wahrlich toller Mix aus Witz, Charme und Tiefsinn, den uns der Autor hier präsentiert. Ich habe viel geschmunzelt, laut gelacht und auch ab und zu leise vor mich her gedacht und überlegt, denn neben all dem Humorvollen hat Tropper es auch geschafft, tiefsinnige Passagen einzubauen, die den Leser zum Nachdenken animieren. So klingt der Klappentext zwar nach einer Komödie – welche das Buch im Großen und Ganzen auch ist – allerdings steht das Chaotische in der Familie mit samt Höhen und Tiefen im Vordergrund.

Der Schreibstil von Jonathan Tropper ist einfach und sehr angenehm zu lesen. Mit viel wörtlicher Rede lässt er seine Charaktere schnell Gestalt annehmen. Obwohl Judd eine riesige Familie zu haben scheint, kristallisiert sich schnell heraus, wer mehr mit der Geschichte zutun hat und wer nur mal eben schnell erwähnt wird.

Auch die Themen wie Trauer, Tod und Verlust werden zwangsläufig thematisiert und dies ebenfalls in einer guten Mischung als Witz und natürlich einer gewissen Ernsthaftigkeit, sodass der Humor keinesfalls unpassend wirkt.

Judd wirkt samt Geschwister und Mutter total sympathisch und mit der Zeit hat sich für mich auch der ein oder andere Lieblingscharakter herauskristallisiert.

Längen hat das Buch keine, denn die sieben Tage verstreichen beim Lesen wie im Flug. Nichts wird übertrieben ausgeschmückt oder künstlich in die Länge gezogen, was ich sehr gut finde.

Ich kann „Sieben verdammt lange Tage“ nur wärmstens empfehlen und freue mich, dass ein weiteres Buch des Autors schon subbt, denn von ihm will ich auch jeden Fall mehr lesen!

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Letztes Wort: „… möglich.“

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Bewertung

Cover-Gestaltung 4/5

Preis-Leistung 4/5

Sprache 4/5

Inhalt 5/5

Spannung 3/5

Umsetzung 4/5

Gesamt: 24/30

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~ von David - 11. Januar 2012.

Eine Antwort to “Jonathan Tropper – Sieben verdammt lange Tage”

  1. Hach, ich habe das Hörbuch geliebt… ich weiß ja nicht wie das beim Lesen rüberkommt aber als die Szene kam wo der Protagonist entdeckt hat… (du weißt schon was ;D ) habe ich Tränen gelacht. Herrlich!

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