Thomas Elbel – Asylon

Autor Thomas Elbel

Titel Asylon

Seitenzahl 450

Verlag Piper

Genre Fantasy (Dystopie)

Preis 9,95€

ISBN 3492267920

Erscheinungsdatum August 2011

 

Erster Satz: „Die Sprache des Todes ist ein profanes Klicken unter ihrem Fuß.“

 

Inhalt bei amazon.de

„Asylon ist die letzte Stadt der Erde. Das einzige Bollwerk der Zivilisation, umgeben von endloser Wüste und hungrigen Heerscharen. Das jedenfalls denken ihre Bewohner. Torn ist Mitglied einer Spezialeinheit, die das Gleichgewicht zwischen den herrschenden Clans wahrt. Als dunkle Mächte seine Familie und sein Leben zu vernichten drohen, sieht er sich gezwungen, Asylons tödliche Außengrenze zu durchbrechen. Doch das Geheimnis, das sich dahinter verbirgt, wird alles infrage stellen, woran Torn je geglaubt hat.“

 

Meine Meinung

Wer mich kennt, weiß, dass Dystopie zu meinen Lieblingsgenres zählt. Begriffe wie „Endzeit“ oder „Im Jahre 21xx“ erregen sofort meine Aufmerksamkeit. Genauso war es auch bei diesem Buch, denn der erste Satz der Beschreibung hat genau diesen Effekt hervorgerufen: Muss ich lesen! Und ich bin froh, diesem Reiz nachgegangen zu sein, denn war Thomas Elbel dem Leser hier präsentiert ist feinste dystopische Action und Thrill.

„Asylon“ ist das Debüt des deutschen Autors. Die meisten Dystopien erscheinen von amerikanischen Autoren, aber Thomas Elbel zeigt hier eindeutig, dass die deutschen Autoren da mithalten können!

Der Roman beginnt gleich mit einer brutalen Szene, sodass der Leser direkt weiß: Dies ist keine „Liebes“-Dystopie. Anhand der Mienen, der Tötungen und der Clans und Spezialeinheiten ist sofort klar, dass knallharter Stoff folgen wird. Ich habe den Roman daher schon recht weit zu Beginn für ein Buch für Männer empfunden. Dies soll nicht bedeuten, dass es keine Lektüre für Frauen ist, allerdings sind Themen wie Militär, Waffen und Geheimbünde schon eher von männlichem Interesse. An diesem Punkt habe ich auch den ersten großen Unterschied zu den anderen Dystopien entdeckt, die ich bisher gelesen habe: Wir finden hier einen männlichen Protagonisten vor, Torn, was absolut in das Klima des Romans passt. Alle dystopischen Romane, die ich bisher kenne, haben weibliche Hauptfiguren.

Torn ist mir von Anfang an sehr sympathisch und sein Leben zog mich direkt in den Lesebann. Er ist stark und selbstbewusst, was er allerdings erleben muss, grenzt stark an die Grenzen der menschlichen Belastbarkeit. Sein Schicksal und die daraus resultierende Story haben mich mitgenommen, sodass ich mich voll in der Story aufgehoben gefühlt habe.

Die Beschreibungen der Stadt Asylon wirken sehr bedrückend und erdrückend. Aufgeschichtet sind die Wohnungen und Zimmer der Bewohner dieser Stadt, womit ich anfangs Vorstellungsprobleme hatte. Wer aber das Nachwort des Autors liest und nach den erwähnten Beispielen googelt findet klasse Bilder zur Verdeutlichung. Diese Enge und Eingedrücktheit der Stadt war ebenfalls ein neuer Aspekt, der mir sehr gut gefallen hat.

Da man mit den 450 Seiten ordentlich Lesestoff hat, sind mir die Charaktere auch mit der Zeit ziemlich ans Herz gewachsen. Bei dem ein oder anderen taten daher Geschehnisse und Ereignisse mehr weh, als bei anderen, denn Gut und Böse kristallisiert sich recht schnell heraus. Thomas Elbel hat seine Charaktere gut von einander abgegrenzt und jedem eine Persönlichkeit gegeben, sodass Sympathie und Abneigung schnell gegeben waren.

„Asylon“ ist voll von Actionszenen, es fließt einiges an Blut und es gibt ein Haufen von brutalen und ziemlich blutigen Szenen, welche selbst mir als hartgesottener Thriller- und Horrorleser einen kalten Schauder erleben ließen. Kopfkino war beim Lesen eh immer angesagt, was absolut für den tollen Schreibstil des Autors passt. Ich hatte kaum Folgeschwierigkeiten, obwohl doch einige Personen in der Handlung einspielen. Bildlich ist der Schreibstil allemal, sodass „Asylon“ nicht nur ein Buch, sondern auch eine Verfilmung in meinem Kopf war.

Wie ihr merkt, ich bin begeistert! Ich kann dieses Buch jedem Dystopie, aber vor allem auch Action- und Thrillerliebhaber wärmstens empfehlen. Thomas Elbel zeigt hier, was deutsche Autoren können und dass Dystopie kein amerikanisches Genre ist! Weiter so!

Letztes Wort: „… begonnen.“

 

Bewertung

Cover-Gestaltung 4/5

Preis-Leistung 4/5

Sprache 4/5

Inhalt 5/5

Spannung 4/5

Umsetzung 5/5

Gesamt: 26/30

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~ von David - 7. Dezember 2011.

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