Richard Laymon – In den finsteren Wäldern

Autor Richard Laymon

Titel In den finsteren Wäldern

Seitenzahl 250

Verlag Festa

Genre Horror

Preis 12,80€

ISBN 3865521002

Erscheinungsdatum November 2011

Erster Satz: „Neala O’Hare verlangsamte ihren MG, als die schmale Straße eine Kurve beschrieb.“

 .

Inhalt bei amazon.de

„Wie böse Deine Fantasie auch sein mag – die von Richard Laymon ist schlimmer!

Neala und ihre Freundin Sherri nutzen ihre Ferien, um durch die Berge Kaliforniens zu wandern. Sie ahnen nicht, dass man in dem Städtchen Barlow schon auf sie lauert. Die Bewohner verschleppen die Frauen in den Wald und fesseln sie an Bäume – dann laufen sie davon und lassen die beiden zurück. Die Gefangenen können nur warten. Auf die Dunkelheit … den Wahnsinn … die Schmerzen … die hungrigen Krulls.

THE WOODS ARE DARK ist ein echter Horror-Klassiker. Laymons schockierendster Roman – erstmals auf Deutsch und in der ungekürzten Originalfassung. Mit einem Vorwort von Kelly Laymon, der Tochter des Autors, und einem Nachwort von Brett McBean.“

.

Meine Meinung

Seit ich wusste, dass ein neuer Laymon im Festa Verlag erscheinen wird, war mir bewusst, dass ich ihn sofort nach Veröffentlichung lesen will. Im Bereich des Laymon-Horrors bin ich noch gar nicht so stark belesen, dennoch ist Laymon für mich der Inbegriff des brutalen und sexistischen Horrors. Nachdem ich 2010 den Kurzgeschichtenband „Furien“ von ihm gelesen habe, sammelten sich einige Laymons auf meinem SUB ein.

„In den finsteren Wäldern“ allerdings wurde sofort nach dem es mich erreichte von mir gelesen.

Das Buch wird als den härtesten Laymon beworben, was mich umso neugieriger machte. Die Story ist mit der Inhaltangabe gut beschrieben. Sie beginnt sofort und Laymon hält sich nicht lange mit diversen Hintergrundinformationen auf. Dies bedeutet, dass die Story sehr schnell in Schwung kommt und die ersten Kapitel haben sich weg gelesen wie nichts. Der Leser ist sofort in der Geschichte drin und ich habe direkt Laymons Stil erkannt. Er schreibt meiner Meinung nach plump und einfach drauf los, seine Sprache ist sehr einfach gehalten und daher leicht verständlich. Bei ihm ist es einfach ein spaßiges und gleichzeitig brutales und sexistisches Abenteuer und so war auch „In den finsteren Wäldern“ schnell auf diesem Niveau angekommen.

Nur, damit man mich nicht falsch versteht: Ich mag Laymon! Ich mag seine Bücher, jedenfalls die, die ich bisher gelesen habe. Und ich meine dies keinesfalls negativ. Denn es gibt genügend Bücher, wo man ernsthaft mitdenken muss. Bei Laymon weiß man einfach, was man bekommt und hat. Hier muss man nicht viel mitdenken, sondern kann genüsslich lesen und die Story auf sich einwirken lassen. Dies hat mir hierbei wieder gut gefallen. Bei Laymon ist es einfach ein Fest inklusiver Brutalität und diversen Sexualpraktiken. Für mich ist dieser Punkt kein negativer, denn damit hat ein Laymon für mich einen großen Unterscheidungspunkt zu anderen Autoren. Es war eben seine Art zu schreiben und die muss eben nicht jedermann gefallen.

Einziges Manko, was mich recht schnell an diesem Buch gestört hat, waren die anfangs vielen verschiedenen Personen, die ich bald nicht mehr wirklich auseinander halten konnte, denn Laymons Schreibstil ist schnell und wendig, die Kapitel kurz und knackig und sehr actionreich, was bedeutet, dass vieles schnell oder gar gleichzeitig passiert.

Dank der einleitenden Worte seiner Tochter war mir zwar bewusst, um wen es als Hauptcharakter geht, aber in welcher Beziehung derjenige zu all den anderen steht, war mir schnell nicht mehr ganz klar und ich habe die Übersicht verloren.

Dieser Aspekt hat war nicht viel vom Lesevergnügen genommen, allerdings hat er mich doch ziemlich gestört.

Was Laymons Charaktere in „In den finsteren Wäldern“ so alles erleben, wird man nach dem Lesen des Klappentextes erahnen. Viel neues fand ich hier leider nicht, wenn ich aber bedenke, dass dieses Buch das zweite war, was Laymon je geschrieben hat – und dies natürlich schon einige Jährchen her ist – so passt es wieder ziemlich gut in das Genre Horror.

Dass Laymon mit seinen direkten und sexistischen Beschreibungen nichts beschönigt, dürfte auch jedem klar sein, der zumindest schon einmal einen Laymon gelesen hat. Auch hier drin gibt es wieder ordentlich Kopfkino zu erleben, ob man will, oder nicht. Laymon nimmt kein Blatt vor dem Mund, das sollte einem bewusst sein, bevor man sich drauf einlässt und das Buch nach den ersten Kapiteln angewidert beiseite legt

Ob dieses Buch wirklich Laymons „härtestes“ ist, kann ich leider nicht beurteilen, da ich wie gesagt noch zu wenige seiner Werke gelesen habe. Dass dieses Buch aber kein Ritt auf einem Pony ist, dürfte klar sein.

Es hat mich gut unterhalten, ich hatte meinen Spaß, trotz erwähntem Manko, viel Neues war es nicht, aber es war dennoch ein guter Laymon.

 .

Letztes Wort: „… verschwand…“

 .

Bewertung

Cover-Gestaltung 4/5

Preis-Leistung 4/5

Sprache 4/5

Inhalt 3/5

Spannung 3/5

Umsetzung 3/5

Gesamt: 21/30

Advertisements

~ von David - 6. November 2011.

2 Antworten to “Richard Laymon – In den finsteren Wäldern”

  1. Huhu,

    Klingt spannend. Aber was genau meinst du den mit sexistisch? Kann ich mir nichts drunter vorstellen.
    Hab bisher noch keinen Laymon gelesen, vll sollte ich das ändern.

    LG Susann

    • Hi!
      Na ja, Laymon schreibt eben „gerade drauf los“. Bei ihm spielt Sex eine große Rolle in den Büchern und das ist meistens kein Blümchensex, wie du dir denken kannst 😉
      Auch hier gibt es viele heftige Sexszenen, die man natürlich abkönnen muss. Er dreht auch gerne mal ab und übertreibt. Aber das ist einfach Laymon, daran erkennt man ihn – finde ich.

      Danke für deinen Kommentar und liebe Grüße 🙂

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s

 
%d Bloggern gefällt das: