Sebastian Fitzek – Der Augenjäger

Autor Sebastian Fitzek

Titel Der Augenjäger

Seitenzahl 450

Verlag Knaur

Genre Thriller

Preis 19,99€

ISBN 3426198819

Erscheinungsdatum September 2011

Erster Satz: „Milde dreizehn Grad, leicht bewölkter Himmel, ein sanfter Septemberwind.“

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Inhalt bei amazon.de

„Dr. Suker ist einer der besten Augenchirurgen der Welt. Und Psychopath. Tagsüber führt er die kompliziertesten Operationen am menschlichen Auge durch. Nachts widmet er sich besonderen Patientinnen: Frauen, denen er im wahrsten Sinne des Wortes die Augen öffnet. Denn bevor er sie vergewaltigt, entfernt er ihnen sorgfältig die Augenlider. Bisher haben alle Opfer kurz danach Selbstmord begangen. Aus Mangel an Zeugen und Beweisen bittet die Polizei Alina Gregoriev um Mithilfe. Die blinde Physiotherapeutin, die seit dem Fall des Augensammlers als Medium gilt, soll Hinweise auf Sukers nächste „Patientin“ geben. Zögernd lässt sich Alina darauf ein – und wird von dieser Sekunde an in einen Strudel aus Wahn und Gewalt gerissen…“

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Meine Meinung

Wer mich kennt, weiß, dass ich ein riesen Fitzek Fan bin. Ich habe all seine Bücher verschlungen und liebe sie fast alle.

Nachdem ich den Augensammler 2010 gelesen und ebenfalls geliebt habe, konnte ich auf den Augenjäger kaum warten. Als er nun endlich im September erschien, habe ich ihn gleich zur Hand genommen. Und was soll ich sagen? Ich bin leider ziemlich enttäuscht.

Nach dem Lesen der Beschreibung klang es für mich nach einem super spannenden Thriller, in dem es hauptsächlich um den sadistischen Augenchirurgen Suker gehen soll. Genau dieser Punkt war es, der mich ungeduldig auf die Veröffentlichung warten ließ.

Doch als ich dann mit dem Buch begann merkte ich schnell, dass ganz andere Dinge viel mehr im Vordergrund stehen. Ohne jetzt zu viel verraten zu wollen, war ich sehr überrascht, wie viel die „alten“ Protagonisten, allen voran Alina Gregoriev und Alexander Zorbach, im Mittelpunkt stehen. Fand ich beide im Augensammler noch sympathisch, entwickelten sie sich in diesem Buch zu recht nervigen Charakteren.

Besonders die Tatsache, dass ich beim Lesen total verwirrt wurde und den ganzen Handlungssträngen nicht mehr folgen konnte, verlangsamte mein Lesetempo enorm und nahm mir sehr die Leselust. Zwar ist Fitzek für seine kurzen und knackigen Kapitel inklusive Cliffhanger bekannt, welche auch hier vorzufinden sind, jedoch waren diese für meinen Geschmack einfach zu viele.

Als Haupthandlung hatte ich mir einfach ganz andere Dinge vorgestellt. Viel, viel mehr Hintergrundinformationen zum neuen Charakter Suker. Ich hatte das Gefühl, dass er so gut wie gar nicht erwähnt wurde, bzw. dass seine Person total die Nebenrolle hatte, obwohl gerade er mich am meisten interessierte, denn Zorbach und Co. kannte ich ja schon zu genüge aus dem Augensammler.

Neben den kleinen Chliffhangern, die ab und zu spannend waren, empfand ich das Buch insgesamt auch als ziemlich langweilig. Das Ende war für mich vorausschauend, denn es endete genauso, wie ich es mir nach den ersten Kapiteln gedacht habe. Der Aspekt ist total untypisch für einen Fitzek, denn normalerweise wirft er immer alle zuvor gedachten Lösungsansätze komplett über Bord und schockt mit einem ganz anderen Ende, mit dem man nie gerechnet hätte. Dies war für mich hier leider nicht der Fall.

Was ich dem Buch zu gute halten möchte, ist die Tatsache, dass der Autor hier wirklich sehr gut recherchiert hat. Er zeigt wieder einige Vorurteile Blinden gegenüber auf und versucht sie zu stürzen. Das hat mir gefallen.

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Ich habe sehr lange überlegt, wie viele Sterne ich diesem Buch nun gebe.

Ich bin von Fitzek eigentlich nur 4 bis 5 Sterne-Bücher gewohnt, aber mehr als 3 Sterne waren einfach die ganze Zeit über nicht machbar.

Wenn ich nun aber alle Punkte durchgehe und mir meinen gesamten Eindruck vor Augen führe, sind es maximal 2,5 Punkte. Diese kann ich hier leider nicht bei amazon vergeben, also was tun? Symapthiepunkte verteilen? Aufrunden, abrunden?

Schweres Herzens habe ich mich dann im Endeffekt für 3 Sterne entschieden, denn bisher habe ich jedes 1 oder 2 Sterne Buch abgebrochen, dieses hier allerdings habe ich komplett gelesen.

Eine Leseempfehlung kann ich aber leider nicht aussprechen. Mir hat es nicht gefallen, es war allen falls OK.

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Letztes Wort: „… täusche.“

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Bewertung

Cover-Gestaltung 5/5

Preis-Leistung 3/5

Sprache 4/5

Inhalt 3/5

Spannung 2/5

Umsetzung 3/5

Gesamt: 20/30

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~ von David - 2. Oktober 2011.

4 Antworten to “Sebastian Fitzek – Der Augenjäger”

  1. Ich trau mich gar nicht mehr das Buch zu lesen. Mitterweile gibt es so viele enttäuchte Meinungen und ich will nicht von einem Fitzek enttäuscht werden 😦

  2. Huhuu kleiner!

    Tolle Rezension! Ich stimme dir voll und ganz zu, mir sind noch nie die Augen zugefallen bei einem Buch, aber gestern Abend ist es passiert. ich bin wirklich fast über dem Buch eingeschlafen und bin am überlegen ob ich überhaupt weiter lesen soll. :-/ Lohnt sich das Ende wenigstens?

    Liebe Grüße,
    Steffi!

  3. Ich fand das Buch toll. Bin aber auch ganz anders rangegangen. Ich wollte von Anfang an nur wissen, wo Julian ist. Als der Augensammler zu Ende war, bin ich fast verzweifelt. 😉

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