Ann Aguirre – Die Enklave

Autor Ann Aguirre

Titel Die Enklave

Seitenzahl 350

Verlag blanvalet

Genre Dystopie

Preis 14,00€

ISBN 3426663570

Erscheinungsdatum Mai 2011

 Erster Satz: „Ich wurde während des zweiten Holocaust geboren.“

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Inhalt bei amazon.de

„New York wurde in einem längst vergessenen Krieg zerstört. Die Oberfläche ist durch Säureregen und glühende Hitze unbewohnbar geworden. In den U-Bahn-Tunneln der Stadt leben die junge Jägerin Zwei und ihr Partner Bleich, die sich Tag für Tag bemühen, genug Nahrung für ihren Stamm zu erlegen. Da wird Zwei an die Oberfläche verbannt. Ein sicheres Todesurteil! Darum kann sie kaum glauben, dass Bleich beschließt, sie zu begleiten. Doch der würde alles tun, um Zwei nicht zu verlieren…“

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Meine Meinung

Ich bin ein riesen Fan von Dystopien und habe daher auch schon einige gelesen. „Die Enklave“ war daher für mich nach dem Klappentext zu urteilen ein MUST READ. Und ich habe es keineswegs bereut, denn das Buch hat mir sehr gut gefallen.

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Die Welt nach dem Ende. Niemand lebt mehr auf der Oberfläche, sämtliche Überlebenden haben sich in die U-Bahn-Tunnel verkrochen und kämpfen dort um ihr Leben. So auch Zwei, ein junges Mädchen im Teenageralter. Zusammen mit ein paar Freunden lebt sie in einer Enklave, ein kleines Volk von Überlebenden und kämpft tagtäglich gegen so genannte „Freaks“, welche man wohl am besten als Zombies betrachten kann. Bleich, ein Außenseiter unter ihnen, ist Jäger und als Zwei ebenfalls zur Jägerin wird, müssen die beiden sich wohl oder übel miteinander arrangieren und entwickeln sich über die Wochen zu einem guten Jagdteam. Doch eines Tages verändert sich für Zwei und Bleich ihr ganzes Leben und die Frage kommt auf, wie lange sie dieses noch schützen können…

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„Die Enklave“ war für mich ein super spannender und interessanter Dystopieroman. Die Welt, welche die Autorin unterhalb von New York erschaffen hat, hat mich von Beginn an fasziniert. Alleine der erste Satz (s. oben) hat mir eine Gänsehaut bereitet.

Der Schreibstil ist sehr einfach und jugendlich gehalten, sodass er keinerlei Verständnisprobleme herbeiführte. Die Erzählweise wirkte daher auch recht trocken und distanziert, was die Kühle und Entsetzlichkeit des Lebens in einer Enklave sehr stark verdeutlichte.
Unbedingt erwähnt werden muss die Brutalität des Buches. Ich habe Panem 1 gelesen und vorab oftmals gehört, dass es – wohlgemerkt für ein Jugendbuch – sehr brutal sei. Ich fand dies allerdings gar nicht so schlimm ausgeprägt. In „Die Enklave“, welches kein Jugendbuch ist, ist die Brutalität hingegen sehr deutlich. Es ist ein ziemlich blutiges Buch, denn viele Kampfszenen machen dem Leser den harten Versuch des Überlebens unter „Freaks“ deutlich, welche jeden Menschen nur so zerfleischen würden. Zwei und Bleich sind beide Jäger und so kommt es zwangsläufig zu Gewaltszenen mit diesen so genannten „Freaks“, welche mir aber auch sehr gut gefallen habe. Ich war eben nur überrascht, da ich so eine brutale Erzählweise bei diesem Buch nicht erwartet hatte.

Dies „beißt“ sich auch etwas mit dem jugendlichen und einfachen Schreibstil: Würde ich den Roman alleine danach beurteilen, würde ich ihn auch eher als Jugendbuch einordnen. Doch durch die Tatsache der blutigen Gewalt ist es wahrlich kein Buch für unter 15-16jährige.

Die Spannung entwickelt sich in einer Art Welle, d.h. es wird mal spannender, dann flaut es wieder etwas an, dann steigt die Spannung wieder. Wer sich für Dystopien, Endzeit und dem Kampf ums Überleben interessiert, wird dieses Buch genauso klasse finden, wie ich.

Ebenfalls empfand ich die Beschreibungen der Orte, der Gesetze in der Enklave sowie die Dinge, welche von der damaligen Welt übrig waren, sehr glaubhaft und erschreckend zu gleich. Dazu finden wir im Anhang auch noch ein paar Zeilen der Autorin, wo sie uns Lesern ein paar Hintergrundinfos mitteilt.

Zwei war genauso wie ihr Partner Bleich für mich sehr nahbare Charaktere. Ihre Furcht war genauso wie ihr Optimismus glaubhaft und haben die Geschichte gut abgerundet. Zwei war für mich mit ein sehr starkes und reifes Mädchen. Das genaue Alter erfahren wir nicht, ich habe sie auf etwa 16 geschätzt.

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„Die Enklave“ war für mich eine super dystopische Geschichte, die Lust auf mehr macht. Ich war so gefesselt, dass ich das Buch binnen zwei Tagen gelesen habe. Würde ich das Genre nicht eh schon gerne lesen, wäre ich spätestens jetzt angesteckt. Ich hoffe, dass ein 2. Teil folgen wird, denn nach dem Ende wollte ich am liebsten zu einem zweiten Band greifen. Tolles Debüt!

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Letztes Wort: „… hinein.“

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Bewertung

Cover-Gestaltung 5/5

Preis-Leistung 4/5

Sprache 4/5

Inhalt 5/5

Spannung 4/5

Umsetzung 4/5

Gesamt: 26/30

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~ von David - 15. Juli 2011.

8 Antworten to “Ann Aguirre – Die Enklave”

  1. Ich bin grade mit dem auch durch und finde er klasse ❤ Nach die tribute von panem bücher hat meine freundin die enklave endfollen und ich lieb es, auch wenn er wirklich sinnlose namen sind und ich würde gerne einemn zweiten teil lesen. Nach den 4 Büchern liebe ich lesen und kann alle verstehen die gerne und viel lesen.

  2. *Seufz* Auch ein Roman, den ich noch nicht gelesen habe, der aber auf meiner Liste steht. Jetzt ist er ein paar Positionen nach oben gerückt. Danke für die Rezension.

  3. […] Ann Aguirre – Die Enklave […]

  4. Komme du mir mal morgen, dann erzähl ich dir was. Mensch David, ich habe schon so viel Lesestoff zu Hause und jetzt schwärmst du auch noch von dem Buch so. Du määchst misch fertsch. ^^

  5. Ich. Will. Dieses. Buch. Lesen. !!
    Zwei und Bleich sind aber komische Namen 😛

    Ganz liebe Grüße ♥
    Yvi

  6. Klingt interessant, zumal, wenn du das Buch innerhalb von zwei Tagen durch hast, dann muss es Dich vom Hocker gerissen haben. Schade, ich hatte letztens ganz vergessen meine Fragen für Dein Interview mit Arno Strobel abzusenden. Wahrscheinlich habe ich momentan einfach zu viel um die Ohren. :/ Trotzdem, danke für Deine tolle Rezi.
    Liebe Grüße, Tanja

  7. Huhu David,
    wie du weißt fand ich das Buch auch echt Klasse u freu mich, dass es dir auch so geht. Danke für die Rezi.
    LG Susann

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