Lucy Christopher – Ich wünschte, ich könnte dich hassen

Autor Lucy Christopher

Titel Ich wünschte, ich könnte dich hassen

Seitenzahl 380

Verlag Chicken House

Genre Jugendbuch

Preis 14,95€

ISBN 3551520089

Erscheinungsdatum Februar 2011

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Erster Satz: „Du hast mich gesehen, bevor ich dich gesehen habe.“

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Inhalt bei amazon.de

„Du hast mich zuerst gesehen. Auf dem Flughafen, an jenem Tag im August. Dein intensiver Blick, noch nie hat mich jemand so angeschaut. Ich hab dir vertraut. Dann hast du mich entführt. Raus aus meinem Leben, weg von allem, was ich kannte. Hinein ins Nirgendwo, in Sand und Hitze und Dreck und Gefahr. Du hast geglaubt, dass ich mich in dich verliebe. Und dort im Nirgendwo, in Sand und Hitze und Dreck und Gefahr, hab ich mich in dich verliebt. Doch ich wünschte, ich könnte dich hassen. Die Geschichte einer Entführung – sensibel, verstörend, dramatisch.“

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Meine Meinung

Der Klappentext und die Beschreibung dort oben lösten in mir völlige Leselust auf dieses Buch aus. Wow, das hat mich das angesprochen, was klang das genial!

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Emma ist 16, als sie auf dem Flughafen von einem fremden jungen Mann auf Droge gesetzt und entführt wird. Entführt, raus aus ihrer vertrauten Umgebung, ihrem Zuhause, ihren Eltern, ihrer Schule und ihren Freunden. Hinein in eine öde Landschaft, mitten ins Nirgendwo, in die tiefste Wüste Australiens. Hier hat ihr Entführer alles für die vorbereitet: Selbstgebaute Schuppen, Tiere in Käfigen, Essen, Trinken, Kleidung. Für alles scheint er jahrelang gesorgt zu haben. Er nennt sich Ty und behauptet, Emma kenne ihn. Schon lange. Er ist vernarrt in sie, aber nicht gewalttätig. Und Emma ist verwirrt und beängstigt und doch ist da mehr, als sie sich je eingestehen würde…

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Ich muss zugeben, dass ich etwa bis zur Hälfte des Romans starke Schwierigkeiten mit einigen Aspekten des Buches hatte.

Zum einen war der der etwas andere Schreibstil, in den ich mich erst rein lesen musste. Emma spricht ihren Entführer mit Du an, ergo: Man selber (der Leser) ist quasi Ty. Von sich selbst spricht sie normal in der Ich-Perspektive. Damit hatte ich Anfangs einige Probleme, weswegen sich das Buch zu Beginn auch sehr langsam gelesen hat und ich gar nicht wirklich vorankam. Diese Probleme haben sich dann aber gelegt, als ich in die Geschichte rein kam.

Dann war da anfangs die unerklärbare Langeweile, die aufkam. Ich hatte das Gefühl, alles schon einmal gelesen zu haben, alles zu kennen. Es war nichts Neues. Nichts Spannendes. Nichts Besonderes. Jedoch wurde mich nach und nach bewusst, dass diese Story doch ganz anders ist, als alles, was ich bisher kannte.

Zuletzt war da Emma selbst, die mir total kindlich und naiv vor kam und mich recht lange nervte. Sie war mir sehr unsympathisch und quengelte mir zu viel herum. Vielleicht lag es an dem Alter, vielleicht an dem behüteten Zuhause, aus dem Emma gerissen wurde, jedenfalls wirkte sie jünger, als sie sein sollte.

Schade, dachte ich in diesen Momenten, aber ich blieb dran. Denn nach und nach wurde die Story immer besser und die Spannung nahm zu. Vom Ende will ich gar nicht sprechen, denn da wurde es richtig genial und ich habe die letzten 100 Seiten etwa nur so verschlungen. Die 2. Hälfte hat dann noch mal einiges wettgemacht und es geschafft, dass ich von dem Buch ziemlich begeistert bin.

Besonders gut hat mir die Atmosphäre zwischen Ty und Emma gefallen. Ihr hin und her. Emmas Gefühlswandlungen, Tys Hoffnungen und Empfindungen. Dies hier ist wahrlich kein Abklatsch von einer typischen Entführung. Hier ging es viel tiefer und mit der Zeit konnte ich Emmas Verhalten auch nachempfinden. Selbst Ty wurde mir nach und nach immer sympathischer, obwohl ich Anfangs genauso wie Emma misstrauisch war. Dies hier ist ein völlig anderer und neuer Fall einer Entführung und man ist nah dran, einiges an moralischen Werten über Bord zu werfen.

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Dieses Buch war schockierend und authentisch, auch, wenn ich Anfangs Probleme mit einigen Aspekten hatte, haben besonderes die letzten 100 Seiten noch mal komplett das Lenkrad herumgerissen und mich begeistert. Ein geniales Buch, zurecht ein klasse Jugendbuch, welches Jung und Alt begeistert.

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Letztes Wort: „… Gemma“

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Bewertung

Cover-Gestaltung 4/5

Preis-Leistung 4/5

Sprache 4/5

Inhalt 4/5

Spannung 3/5

Umsetzung 4/5

Gesamt: 23/30

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~ von David - 4. Juli 2011.

3 Antworten to “Lucy Christopher – Ich wünschte, ich könnte dich hassen”

  1. sie heißt Gemma und nicht Emma. 😀

  2. […] Lucy Christopher – Ich wünschte, ich könnte dich hassen […]

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