Kevin Brooks – Killing God

Autor Kevin Brooks

Titel Killing God

Seitenzahl 270

Verlag dtv

Genre Jugendroman

Preis 8,95€

ISBN 3423714514

Erscheinungsdatum Februar 2011

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Erster Satz: „Das hier ist eine Geschichte über mich und sonst nichts.“

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Inhalt bei amazon.de

„Die 15-jährige Dawn will nur eins: Gott töten. Diesen Gott, der für all ihr Unglück verantwortlich zu sein scheint. Der ihr den Vater genommen hat. Der ihr die Unschuld geraubt hat. Denn im Namen Gottes hat ihr Vater ihr schlimme Dinge angetan und ist schließlich verschwunden. Was bleibt: ein Haufen Geld und ein Revolver – eine tickende Zeitbombe, vor deren Explosion Dawns Vater sie im letzten Moment bewahrt. Für eine Versöhnung ist es trotzdem zu spät…“

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Meine Meinung

Dawn will nichts anderes, als Gott töten, denn er ist ihrer Meinung nach daran schuld, dass ihr Vater vor 2 Jahren verschwunden ist, einfach abgehauen, und sie mit ihrer Mutter alleine zurückgelassen hat. Das einzige, was von ihm geblieben ist, ist ein Koffer mit sehr viel Geld und eine Waffe. Dawn will sich rächen, denn ihr Vater wurde zuletzt sehr gläubig und hatte sich Gott verschrieben. Ihre Mutter ist Alkoholikerin geworden, nimmt öfters Drogen und ist arbeitslos. Dawn hat keine Freunde, nur zwei Dackel, welche für sie ihr ein und alles sind. Ihr Leben ist mies, aber damit hatte sie sich abgefunden. Bis eines Tages zwei Mitschülerinnen in ihr Privatleben treten und alles in Frage stellen.

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Kevin Brooks Schreibstil war das erste, was mir aufgefallen ist. Er ist ganz anders und recht schwierig zu beschreiben. Seine Sätze sind klar und deutlich. Abgehakt, was aber nicht schlecht klingt, sondern die Wut, mit der seine Protagonisten uns ihre Geschichte erzählt, stark unterstreicht.

Anfangs fand ich den Stil recht gewöhnungsbedürftig, doch nach den ersten, kurzen Kapiteln war ich sehr gut in der Erzählweise drin. Es passt zum Buch, es passt zur Thematik.

Dawn ist kein typisches Mädchen. Sie ist wild, verrückt, eigen, ein „typischer“ Außenseiter. Sie schminkt sich nicht, trägt ausgeleierte Sache, will am liebsten von keinem gesehen werden. Ihre Hunde sind ihr am wichtigsten, sie bezeichnet sie als ihre Freunde, was dem Leser von Anfang an zeigt, wie einsam Dawn sein muss. Doch Dawn wirkt tough und stark auf den Leser. Gar so, als würde ihr ihre Situation zuhause mit ihrer Mutter nichts ausmachen.

Der Roman beginnt sehr witzig, Dawn kauft sich zwei Bibeln, um herauszufinden, wie sie Gott am besten töten kann. Sie glaubt nicht an ihn und so wird ihr klar, dass es schwer wird, etwas zu töten, das es nicht gibt.

Mit humorvollen Gedankengängen berichtet Dawn uns aus der Ich-Perspektive ihr Leben, ihre Vorstellungen, Gott zu töten und was sie nebenbei noch so alles erlebt.

Die Kapitel sind sehr kurz und beginnen immer mit einer Zeile aus einem Song von der Band „Jesus and Mary Chains“, Dawns Lieblingsband. Auch in den Kapiteln selbst gibt es immer mal wieder Zitate aus Songs dieser Band. Dies passt sehr gut ins Leseklima rein.

Die Story ist anfangs sehr witzig und ich dachte, dies würde sich so weiter durchs ganze Buch ziehen. Doch alleine durch die Songtitel und Textpassagen merkt der Leser recht schnell, dass dort mehr ist, als nur Spaß und Action. Dawn zeigt uns auch noch ein anderes Gesicht. Und diese Seite hat es in sich…

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Für mich war dieses Buch ein wirklich interessantes Leseerlebnis. Es war etwas Neues in Sachen Schreibstil, es war witzig, skurril, aber regte auch zum Nachdenken an. Ein klasse Jugendbuch, was man gelesen haben sollte. Mich hat es auf jeden Fall neugierig auf die anderen Bücher von Kevin Brooks gemacht.

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Letztes Wort: „… Bundy.“

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Bewertung

Cover-Gestaltung 2/5

Preis-Leistung 4/5

Sprache 4/5

Inhalt 4/5

Spannung 3/5

Umsetzung 4/5

Gesamt: 21/30

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~ von David - 23. Juni 2011.

2 Antworten to “Kevin Brooks – Killing God”

  1. Hey Dave!
    Das klingt nach einem tollen Jugendbuch.
    Danke für die schöne Rezi. Ich setze das Buch gleich mal auf meine Wunschliste!
    LG von deiner neuen Leserin
    Anka

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