Jussi Adler-Olsen – Schändung

Autor Jussi Adler-Olsen

Titel Schändung

Seitenzahl 450

Verlag dtv

Genre Thriller

Preis 14,90€

ISBN 9783423247870

Erscheinungsdatum September 2010

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Erster Satz: „Wieder krachte ein Schuss über die Baumwipfel.“

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Inhalt bei amazon.de

„Carl Mørck, Leiter des Sonderdezernats Q der Kopenhagener Kriminalpolizei zur Aufklärung alter unaufgeklärter Verbrechen, findet eine zwanzig Jahre alte Ermittlungsakte auf seinem Schreibtisch. Wer sie ihm da hingelegt hat, ist nicht mehr nachzuvollziehen, und was er mit ihr soll, weiß Mørck zunächst auch nicht, denn der darin behandelte Mordfall an einem Geschwisterpaar scheint aufgeklärt: Jemand hat vor Jahren die Tat gestanden und ist seitdem im Gefängnis. Und doch wird Mørck neugierig, befasst sich mit der Akte und stößt bald auf Ungereimtheiten, die darauf schließen lassen, dass der falsche Täter hinter Gittern sitzt, oder zumindest nicht der einzige.

Als Mørck und sein Team (zu seinem kauzigen arabischen Assistenten Hafez el-Assad ist noch die in seine Abteilung zwangsversetzte Sekretärin Rose hinzugekommen, die Mørck jedoch lieber jetzt als gleich wieder loswerden möchte) den Fall aufzurollen beginnen, werden ihnen von höchster Stelle Steine in den Weg gelegt. Denn die damaligen Verdächtigen, die zur Tatzeit noch Schüler eines Eliteinternats waren und seinerzeit allzu schnell von aller Schuld reingewaschen wurden, sind heute respektabelste Mitglieder der dänischen Gesellschaft. Doch Mørck lässt nicht locker, und je tiefer er in diesen alten Fall und die Vergangenheit dieser feinen Herren vordringt, desto klarer wird ihm, dass es längst nicht nur um diesen einen Doppelmord geht – und dass er es mit kranken, mitleidlosen, ihren Kick im Töten suchenden Menschen zu tun hat, die eine große Gefahr darstellen.“

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Meine Meinung

Nachdem ich vom ersten Band der Reihe „Erbarmen“ rund um Carl Mørck so begeistert war, wusste ich, dass ich auch die kommenden Bände lesen möchte. „Schändung“ ist demnach Band 2 vom dänischen Beststellerautor. Er hat mir einiges an Nerven gekostete, war im Großen und Ganzen aber nicht schlecht.

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Die Beschreibung von amazon geht schon ziemlich gut auf den Inhalt ein, deswegen möchte ich nicht mehr allzu viel dazu sagen.

Carl und Assad sind auch in diesem Band wieder ein super sympathisches Team. Ich mag den ironischen, sarkastischen und trockenen Humor von Carl und die witzige, freundliche Art von Assad. Die beiden sind für mich ein klasse Team und ich freue mich, noch viele weitere Bände mit ihnen erleben zu dürfen.

War Band 1 noch eher eine Einführung in die gesamte Grundvoraussetzung und handelte noch viel über die Gründung des Dezernats Q, ist es hier im 2. Band schon fest etabliert. Carl und Assad bekommen sogar Unterstützung, denn der aktuelle Mordfall braucht einiges an Durchsetzungskraft und Recherche. Denn der Fall war eigentlich abgeschossen, doch nachdem Carl die Akte auf seinem Schreibtisch wieder fand, war seine Neugierde natürlich geweckt.

War „Erbarmen“ für mich eher ein sehr düsterer, erdrückender Thriller, ist „Schändung“ für mich brutaler gewesen. Die Morde bzw. die Beleuchtungen der fünf Internatsschüler von damals und heute bringen erschreckende Erkenntnisse zu Tage, welche ich schon ziemlichen harten Tobak fand.

Adler-Olsens Schreibstil ist hier ebenfalls wie im Vorgängerband sehr gut lesbar und fesselnd. Ich mag seine Art der Beschreibungen und wie er die Figuren handeln lässt.

Mein größter Kritikpunkt sind hier für mich die sehr verwirrenden Handlungsstänge. Vergangenheit und Gegenwart wechseln sich schnell ab, viele Nebencharaktere erscheinen und spielen eine Rolle und die dänischen Namen machen das Ganze nicht gerade leichter. Daher war ich damals – denn ich habe dieses Buch erst jetzt beendet, nach einer Pause von ein paar Monaten – zu verwirrt und kam mit der Handlung und den Zusammenhängen nicht mehr hinterher. Ich habe einfach irgendwann den Faden verloren. Deswegen pausierte ich das Buch bis vor kurzem.

Da ich jedoch strikter „Nach-der-Reihe“-Leser bin und der 3. Band „Erlösung“ kurz vorm Erscheinen steht, griff ich zu diesem Buch, um es zu beenden.

Der Schluss gefiel mir dann noch mal so richtig gut. Er machte einiges an vorangegangener Enttäuschung wett. So haben sich die letzten 150 Seiten einfach nur so weggelesen und haben mir Lesefreude bereitet.

Daher kann ich das Buch jedem empfehlen, der sich nicht zu leicht von verwirrenden Handlungssträngen abbringen lässt und gerne mitermittelt und recherchiert. Adler-Olsen-Fans ist dieses Buch sowieso zu empfehlen.

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Für mich als Fazit war „Schändung“ leider nicht so gut wie „Erbarmen“, daher bin ich umso gespannter auf „Erlösung.“

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Letztes Wort: „… gebracht.“

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Bewertung

Cover-Gestaltung 4/5

Preis-Leistung 4/5

Sprache 4/5

Inhalt 3/5

Spannung 3/5

Umsetzung 3/5

Gesamt: 21/30

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~ von David - 19. Juni 2011.

2 Antworten to “Jussi Adler-Olsen – Schändung”

  1. […] hab euch ja bereits hier gesagt, wie ich auf die Reihe aufmerksam wurde.Auf Daves Buchwelt habe ich mir letzte Woche noch einmal die Rezi durchgelesen und hatte schon ein bisschen Schiss, […]

  2. […] Jussi Adler-Olsen – Schändung (beendet) […]

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