Kim Paffenroth – Dying to live 1: Vom Überleben unter Zombies

Autor Kim Paffenroth

Titel Dying to live – Vom Überleben unter Zombies

Seitenzahl 255

Verlag Festa

Genre Thriller

Preis 13,95€

ISBN 386552091X

Erscheinungsdatum Mai 2010

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Erster Satz: „Als ich erwachte, sah ich, dass sich ein einsamer Zombie unter mein bescheidenes Versteck verirrt hatte.“

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Inhalt bei amazon.de

„Jonah Caine lebt alleine in einer von Zombies bevölkerten Welt, ohne eine Erklärung für die brutalen Schrecken um sich herum zu finden. Nach Monaten ziellosen Umherirrens trifft er endlich auf eine Gruppe weiterer Überlebender, und nun scheint sich sein Dasein zum Guten zu wenden. Zusammen mit seinen Freunden baut er ein kleines Reich des Friedens auf, das jedoch ständig umkreist wird von gnadenlosen Menschenjägern. Als sie von einer weiteren Gruppe Überlebender aufgespürt werden, erlebt Jonah, dass der Untot nicht der einzige und bei weiten nicht der schlimmste Schrecken auf Erden ist, denn Menschen können böser sein als jeder wandelnde Tote…“

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Meine Meinung

Nach dem mir der erste Teil der Herbst Reihe „Herbst: Beginn“ von David Moody so gut gefallen hat, machte mich „Dying to live“ neugierig. Zombies, Weltuntergang, Seuche – das klang genau nach meinem Horror und Thrillergeschmack. Und ich wurde positiv überrascht.

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Jonah ist ein netter Charakter. Er irrt seit Monaten durch eine tote Welt. Familie, Freunde, Arbeitskollegen – keinen gibt’s mehr. Sie sind alle tot, oder irren als Zombies durch die Gegend. Jonah muss sich vor ihnen in Acht nehmen und die Menschenfresser töten, denn nach einer Pandemie, von der niemand weiß, woher sie kommt, sind die meisten Menschen zu Zombies geworden.

Jonah trifft recht schnell auf weitere Überlebende und schließt sich ihnen an. Dort findet er neue Freunde und auch etwas Hoffnung. Doch das Grauen wütet draußen weiter und die Lebensmittel werden knapp. Mutige und wochenlang gut durchtrainierte Mitbewohner trauen sich immer wieder in diese tote Welt dort draußen, um das nötigste zu besorgen. Jonah gehört irgendwann auch dazu und lernt, wie man unter Zombies überlebt. Doch es gibt schlimmeres, als tote Menschen, die einen fressen wollen…

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Das Buch beginnt super lesbar und bleibt bis zum Schluss durchgehend auf einem guten Spannungslevel. Es liest sich sehr gut und sehr schnell weg, daher habe ich es binnen kürzester Zeit verschlungen.

Blutig und brutal ist es auch an ein paar Stellen, wenn auch nicht so krass, wie ich es mir gerne gewünscht hätte. Hier kann auch der etwas zartbeseitetere Leser zugreifen, wie ich finde. Habe doch einiges an Splatter vermisst.

Ebenfalls vermisste ich auch die unglaubliche Traurigkeit, Hoffnungslosigkeit, Einsamkeit und die Depressionen, wenn man die Tatsache betrachtet, dass sämtliche Menschen tot oder Zombies sind und man nur darauf wartet, quasi ein zweites Mal zu sterben.

Auffallend war für mich, dass übermäßig viel der Glaube und Gott eine Rolle spielten. Nicht weiter verwunderlich, wenn man weiß, dass der Autor Kim Paffenroth Theologe ist. So betet Jonah oft in schwierigen Situationen und lässt den einen oder anderen Bibelvers los. Nicht weiter schlecht, im Gegenteil: das war mal eine interessante Angelegenheit. So kam eben auch die Frage auf, wem man die Schuld an dieser Apokalypse zu geben hat und Gott wurde dennoch oftmals kritisiert. Es ist also wahrlich nichts übertrieben theologisches, sondern eher eine plausible Reaktion der Hoffnungslosigkeit.

Die Charaktere waren mir alle sympathisch und kamen authentisch rüber. Obwohl ich bei ihnen die Ausweglosigkeit der Situation vermisste, empfand ich sie alle als sehr stark, denn sie kämpften gemeinsam und hielten zusammen.

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Einen mega Cliffhanger gibt es am Ende nicht, aber man merkt, dass es kein Schluss für immer ist. Es fehlt etwas. Daher bin ich erfreut, dass es einen 2. Teil bereits schon gibt namens „Dying to live – Die Traurigkeit der Zombies“. Diesmal aus der Sicht der Zombies, wie es in der Kurzbeschreibung klingt. Ich bin gespannt.

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Letztes Wort: „… worden.“

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Bewertung

Cover-Gestaltung 4/5

Preis-Leistung 3/5

Sprache 4/5

Inhalt 4/5

Spannung 3/5

Umsetzung 3/5

Gesamt: 21/30

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~ von David - 15. Juni 2011.

Eine Antwort to “Kim Paffenroth – Dying to live 1: Vom Überleben unter Zombies”

  1. […] Kim Paffenroth – Dying to live 1 […]

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