Jonas Winner – Davids letzter Film

Autor Jonas Winner

Titel Davids letzter Film

Seitenzahl 350

Verlag dtv

Genre Psychothriller

Preis 8,95€

ISBN 3423212608

Erscheinungsdatum Januar 2011

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Erster Satz: „Süßmaus!“

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Inhalt bei amazon.de

„Journalist Florian Baumgartner soll den bekannten und umstrittenen Filmemacher David Mosbach porträtieren und dafür seine Kontakte zum einstigen Jugendfreund nutzen. Als Florian im winterkalten Berlin eintrifft, muss er feststellen, dass David seit Tagen spurlos verschwunden ist. Mehr von Sorge um den bewunderten Freund als von journalistischem Eifer getrieben, stürzt sich Florian in seine Recherchen, und ihn überkommt das blanke Entsetzen: Mosbach hat in seinen Filmen nicht nur die Grenzen des Geschmacks, er hat auch die Grenzen der Menschlichkeit überschritten. Kein Wunder, dass die Polizei bereits gegen ihn ermittelt. Und zwar wegen Mordes.“

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Meine Meinung

„Davids letzter Film“ ist das Debüt von Jonas Winner und dafür, dass es ein Erstlingswerk ist hat mir das Buch auch recht gut gefallen. Allerdings gab es für mich auch ein paar kleine Kritikpunkte bzw. Stellen, die mir nicht so gut gefallen haben.

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Der Thriller beginnt sofort, ohne dass lange herum geredet wird. Der Journalist Florian Baumgartner befindet sich in einem Undergroundkino, in welchen nur ausgewählten Zuschauer Einlass gewährt wird. Dort bekommt er einen sehr brutalen und menschenverachtenden Film zu sehen, woraufhin er in hohen Bogen flieht und sich der verwirrenden Situation bewusst wird: Dieser Film soll sein Schulfreund David Mosbach gedreht haben. Florian kann dies nicht begreifen und macht sich im Auftrag seiner Zeitschrift, für die er oftmals Artikel schreibt, auf die Suche nach David. Denn: David wird vermisst und die Dreharbeiten zu seinem neuen Film sollen streng geheim gehalten werden. Florian wird mehr und mehr in die Abgründe der Machenschaften von David gezogen und fragt sich immer mehr, ob er seinen Freund eigentlich überhaupt noch kennt…

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Der Autor greift in diesem Buch die Thematiken des Filmemachens und Filmedrehens auf und verknüpft sie mit surrealen Effekten. So sind Davids Filme alle Schocker und Undergroundfilme, verboten oder stehen auf dem Index. Mit Spezialeffekten, welche auf das Unterbewusstsein der Zuschauer wirken sollen, versucht der Regisseur besonders brutale Filme zu drehen und geriet somit immer mehr ins Visier von der Polizei.

Einen Psychothriller mit einer Filmthematik zu schreiben, hat mir gut gefallen. Dies war etwas völlig neues und war interessant zu lesen. Fachkenntnisse sind nicht erforderlich, der Otto-Normal-Leser versteht hier die meisten Begriffe und Effekte der Filme von David, da der Autor seine Charaktere auch immer wieder alles erklären lässt.

Besonders gut haben mir die Verwirrungen gefallen. Wie der Autor es schaffte, den Leser in Bezug auf die Realität und Fiktion zu verwirren. Man musste schon konzentriert lesen, um zu verstehen, ob man sich gerade im Film oder in der Realität befand. Hinzu kamen dann noch Träume und die Verwirrung war perfekt. Nichtsdestotrotz ist alles gut verständlich und logisch gewesen. Das Verwirrspiel hat mir nur gut gefallen und dem gesamten Buch eine Erfrischung gegeben.

Gut fand ich zudem, dass die Ermittlung gegen David bzw. um Davids Verschwinden eher im Hintergrund gehalten wurde und das meiste aus Florians Sicht beschrieben wird.

Den Charakter des Florians empfand ich als recht nett, ab und an allerdings auch ziemlich naiv und gutgläubig. Wäre er dies nicht, wäre die Story sicher anders verlaufen. Eine Entwicklung von Florian wird dem Leser zwar nach und nach klar, jedoch ist der Charakter recht oberflächlich, was nicht zu letzt daran lag, dass die Handlung besonders am Anfang sehr schnell voran ging und im Mittelteil ziemlich an Schnelligkeit verlor.

Die Spannung ist recht mittelmäßig gehalten. Ich hatte nie das Gefühl, dass es mir zu langweilig wird, allerdings ist dies auch kein Pageturner gewesen. Für Leute, die mit Film und Fiktion rein gar nichts anfangen können, ist dieses Buch wahrscheinlich auch eher zu wirr und somit schnell zu viel fremde Materie.

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Mein Fazit: Ein gutes Debüt mit einer neuen Idee für einen interessanten Thriller übers Filmedrehen.

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Letztes Wort: „… weitergehen.“

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Bewertung

Cover-Gestaltung 4/5

Preis-Leistung 4/5

Sprache 4/5

Inhalt 3/5

Spannung 3/5

Umsetzung 3/5

Gesamt: 21/30

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~ von David - 26. Mai 2011.

3 Antworten to “Jonas Winner – Davids letzter Film”

  1. […] sind in den vergangenen Tagen auf Daves Buchwelt (“Einen Psychothriller mit einer Filmthematik zu schreiben, hat mir gut gefallen. Dies war […]

  2. […] Jonas Winner – Davids letzter Film […]

  3. Eine tolle Rezi wieder von dir.
    Bin mir aber nicht sicher, ob das was für mich ist =)

    LG
    Kristinchen

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