Greg F. Gifune – Blutiges Frühjahr

Autor Greg F. Gifune

Titel Blutiges Frühjahr

Seitenzahl 412

Verlag Festa

Genre Fantastischer Darkfiction-Thriller

Preis 13,95€

ISBN 9783570160978

Erscheinungsdatum März 2011

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Erster Satz: „Damals wusste ich es noch nicht.“

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Inhalt bei amazon.de

„Nach dem Selbstmord von Bernhard wird die gemeinsame Kindheit für Alan, Rick und Donald wieder lebendig – doch anders, als sie die Zeit in Erinnerung haben. Hat Bernhard damals grausame Ritualmorde verübt? Und niemand soll es bemerkt haben? Aber er war doch ihr Freund, sie kannten ihn genau. Lief er wirklich nach der Schule in den Wald und quälte dort junge Frauen zu Tode? Dann erfüllt sich Bernhards letzte, rätselhafte Ankündigung: »Es wird ein blutiges Frühjahr geben.« Tatsächlich findet man in den Wäldern mehr und mehr verstümmelte Frauenleichen. Alles deutet auf den Toten als Täter. Doch wie sollte so etwas möglich sein … WIE?“

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Meine Meinung

Nach dem Lesen dieses Buches war ich völlig geplättet.

Ich lese viele Bücher und die meisten lese ich schnell weg und behalte sie nicht mehr allzu lange im Hinterkopf. Doch bei diesem hier war es ganz anders.

Schon die ersten Seiten des ersten in Deutschland veröffentlichten Werk von Greg F. Gifune haben mich total gefesselt. Ich war sofort in einer besonderen Geschichte über eine Freundschaft, welche seit Kindertagen andauerte, gefangen und genoss jeden einzelnen Satz.

Hier muss ich sofort und ausführlich Gifunes herausragend und prägend Schreibstil erwähnen. Er ist völlig anders, als alles, was ich bis dato gelesen habe. Die Sätze und die Art, wie er die Geschichte von drei Enddreißigern uns erzählt, war extrem berührend und mitfühlend. Während des gesamten Lesens empfand ich eine leicht depressive Stimmung, welche der geniale Schreibstil des Autors dem Leser vermittelt, wodurch die eigenen Gefühle stark angeregt wurden. Gifunes Schreibstil ist zudem sehr bildlich, sodass ich das Buch nicht nur literarisch, sondern in meinem Kopf auch bildlich sehr genossen habe.

Die Beschreibungen der Ortschaften waren knapp, aber detailliert und die einzelnen Wirkungen der Charaktere empfand ich als klar und lebendig, womit ich meine, dass es mir leicht fiel, mir die Personen real vorzustellen und sie sich keineswegs ähnelten.

Der Plot ist recht einfach zu beschreiben, wie man ihn auf dem Klappentext schon lesen kann. Alan, Rick, Donald und Bernhard waren Jahrzehnte lang die besten Kumpels, gingen immer durch dick und dünn, erlebten vieles und nichts und verließen dennoch nie ihren Heimatort. Aus Alans Sicht erleben wir ein ganzes Jahr – das Jahr, nachdem sich Bernhard das Leben genommen hat. Die drei Freunde machen sich auf die Suche nach Anzeichen und Hinweise, gehen entdeckten Spuren nach und wühlen sich durch ihre Vergangenheit. Als die erste Leiche im Ort entdeckt wird, ist sich Alan sicher: Bernhard war nicht der Mensch, den sie all die Jahre kannten. Was er zusammen mit Rick und Donald dann herausbekommt, grenzt an absoluten Wahnsinn.

Gifune hat es geschafft, seinem Protagonisten Alan eine tolle Entwicklung durchmachen zu lassen. Alans Schilderungen der gemeinsamen Kindheit und Jugend sind oftmals sehr erschütternd und befremdlich. Sie sind auf der einen Seite typische Pubertätsphasen, auf der anderen Seite bringt Gifune auch fantastische und mystische Aspekte ein, die dieses Buch zu einem super spannenden und abenteuerlichen Thriller machen.

Für mich war es von Anfang bis Ende ein super Lesevergnügen und die Charaktere sind mir fast alle ans Herz gewachsen.

Mit Greg F. Gifune habe ich für mich wieder einen neuen, super guten Autoren und wahnsinnig guten Geschichtenerzähler gefunden. Bin ich froh, dass noch weitere Werke von ihm beim Festa Verlag in Planung sind.

Von mir bekommt dieses Buch in allen Kriterienpunkten volle Punktzahl und somit eine uneingeschränkte Leseempfehlung!

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Letztes Wort: „… Vergessen.“

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Bewertung

Cover-Gestaltung 5/5

Preis-Leistung 5/5

Sprache 5/5

Inhalt 5/5

Spannung 5/5

Umsetzung 5/5

Gesamt: 30/30

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~ von David - 6. April 2011.

5 Antworten to “Greg F. Gifune – Blutiges Frühjahr”

  1. […] ich „Blutiges Frühjahr“ und „Die Einsamkeit des Todbringers“ gelesen und geliebt habe, kam ich auch um „Sag Onkel“ […]

  2. […] … dich überwältigt hat. „Blutiges Frühjahr“ von Greg F. Gifune […]

  3. Huhu David!
    Wow! Das ist ja noch nicht einmal lange her! 😉
    Schön, dass es DAS Buch also schon für dich gab, aber leider ist es mal wieder nichts für mich 🙂
    Danke übrigens für den Link hierer^^
    GLG,

    Charlousie

  4. Hey kleiner, das Buch hört sich ja toll an, wandert gleich mal auf meine WuLi. 🙂 Tolle Rezi mal wieder, ich liebe deinen Blog einfach! 🙂 Liebe Grüße!!

  5. Super Rezension!
    Das schreit nach HABEN MUSS…

    Lg, Sabine

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