Brenna Yovanoff – Schweigt still die Nacht

Autor Brenna Yovanoff

Titel Schweigt still die Nacht

Seitenzahl 366

Verlag script5

Genre Jugendfantasy

Preis 17,95€

ISBN 3839001277

Erscheinungsdatum Januar 2011

Erster Satz: „Ich erinnere mich an nichts,  was real oder wichtig sein könnte, aber ich habe immer wieder diesen Traum.“


Inhalt bei amazon.de

„Mackie Doyle lebt in Gentry, einer Kleinstadt in der amerikanischen Provinz. Doch die Welt, aus der er stammt, birgt Tunnel bis tief unter die Erde und bodenlose schwarze Tümpel, sie beherbergt wandelnde Tote und eine Herrscherin, so grausam wie die Nacht. Vor vielen Jahren wurde Mackie ausgetauscht – anstelle eines menschlichen Babys in dessen Wiege zurückgelassen. Er würde alles dafür tun, ein normales Leben zu führen, unbemerkt von neugierigen Augen, doch die andere Seite der Nacht ruft ihn: Als wieder ein Kind verschwindet, die Schwester seiner großen Liebe Tate, weiß Mackie, dass er sich den dunklen Kreaturen tief unter der Stadt stellen und endlich seinen Platz finden muss – in unserer Welt oder ihrer.“


Meine Meinung

Auf das Buch aufmerksam wurde ich durch dieses einfach mega geniale Cover. Ebenso versprach der Klappentext ein spannendes Jugendbuch, sodass ich es unbedingt lesen wollte.

Leider wurde ich enttäuscht.

Mackie Doyle ist ein Jugendlicher und wohnt mir seinen Eltern und seiner Schwester in der Kleinstadt Gentry. Er besucht die Schule, hat einen besten Kumpel und schwärmt heimlich für ein Mädchen. Soweit, so normal.

Doch Mackie hütet ein Geheimnis: Er ist kein wirklicher Mensch! Er wurde als Baby ausgetauscht und in die Wiege des echten Babys gelegt. Seine Schwester, damals noch sehr jung, kann sich vage an diese Nacht erinnern, ihn selbst plagen jedoch nur ab und an Albträume, die er nicht wirklich deuten kann.

Vor allen Mitmenschen, insbesondere seinen Freunden, muss Mackie dies geheim halten, da die Stadt ihr größtes Geheimnis mehr verdrängt und seit Jahren hinnimmt. Jedoch geschehen diese Austauschs weiterhin und so verschwindet alle sieben Jahre ein Kleinkind und wird durch eines aus er „Unterwelt“ ausgetauscht.

Dieses lebt in der Regel nicht allzu lang, Mackie jedoch überlebte es. So versucht er nun so normal wie möglich in der menschlichen Gesellschaft zu leben. Dies ist gar nicht so einfach, da er alles Metallische nicht verträgt, von Besteck über Türklinken bis hin zu Blut.

Und dann geschieht eines Tages das Schlimme: Das nächste Kind, was geholt wurde, ist die Schwester seiner heimlichen Liebe… Mackies Kampf beginnt!

Was so spannend und interessant klingt, wurde leider nicht gut umgesetzt.

Das erste Drittel des Buches war für mich sehr verwirrend, da ich nicht wusste, um was es eigentlich geht. Der Leser wird direkt in Mackies Welt geschmissen und kommt gar nicht dazu, sich dort an alles zu gewöhnen. Es las sich locker leicht, aber leider nicht spannend. Die Story plätscherte so dahin, geschmückt mit wirren Gedanken des Protagonisten und undurchsichtigen Hintergrundinfos.

Das zweite Drittel hingegen fand ich klasse, weswegen ich auch große Hoffnung hegte, dass das Buch nur eine Anlaufphase brauchte. Mackies Problem wird klarer, man versteht die Zusammenhänge, kommt langsam mit den Charakteren klar und versteht die Geschichte. Sie wird spannend und interessant. Die Idee der Unverträglichkeit allem Metallischen gegenüber hat mir sehr gut gefallen. Es war etwas Neues, Frisches und so war ich frohen Mutes das letzte Drittel zu lesen.

Doch leider wurde ich hier erneut enttäuscht.

Das letzte Drittes des Buches ist nicht viel besser als das erste. Die Spannung war futsch. Ich wusste nach etwa der Hälfe des Buches, wie es ausgehen wird und dies hat sich am Ende genauso bestätigt. Dies passiert mir nur äußerst selten, obwohl ich viel lese. Es gibt keine besonderen, plötzlichen oder überraschenden Wendungen. Alles entwickelte sich nach meinem Gefühl genauso, wie erwartet. Das war eher unschön zu lesen. Meistens wird es gerade zum Ende hin richtig spannend, aber ich hatte bei diesem Buch nie das Gefühl, das Buch nicht mehr beiseite legen zu können. Schade!

Mackie als Protagonist hat mir gut gefallen. Ich konnte mich gut mit ihm identifizieren. Ebenfalls fand ich die Beschreibungen der Stadt sehr toll, da es schön mystisch herüber kam.

Die Spannung bzw. den Thrill vermisste ich fast durchgehend.

Die Charaktere um Mackie herum waren entweder eher zurückhaltend und undurchsichtig, oder aber unglaubwürdig. Manche Handlungsstränge konnte ich gar nicht glauben und leider entwickelt sich die Geschichte auch meinem Geschmack nach viel zu schnell.

Ein so großes Geheimnis, welches Mackie hütet, binnen ein paar Tagen völlig aufzulösen und dies mit wenig Konsequenzen und Widerständen ist einfach unglaubwürdig.

Ich find es wirklich schade, dass das Buch mich enttäuscht hat.
Gerade Cover und Klappentext haben so viel versprochen.

Ich habe es nur beendet, weil ich wissen wollte, wie es ausgeht bzw. ob es so endet, wie ich es mir dachte. Zum ersten Mal habe ich 100% Recht behalten.

Letztes Wort: „… so.“


Bewertung

Cover-Gestaltung 5/5

Preis-Leistung 2,5/5

Sprache 3/5

Inhalt 2,5/5

Spannung 2,5/5

Umsetzung 3/5

Gesamt: 18,5/30

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~ von David - 22. Januar 2011.

8 Antworten to “Brenna Yovanoff – Schweigt still die Nacht”

  1. Ich hatte mir das Buch auch wegen des Covers gekauft und wurde im Inhalt ebenfalls sehr enttäuscht 😦 Ich hatte so viel mehr erwartet.
    Schöne Rezi.

  2. Ich war sowieso unschlüssig, ob ich das mag oder nicht… 😀

  3. also ich stehe ja auf seichte kost zwischendurch zum endspannen. Denn zwischen einen absolut spannenden Buch und einem das mich interlektuel vordert möchte ich einfache unterhaltung. Finde es bisher für eine seichte zwischenmahlzeit zu teuer!

  4. Das ist ja blöd. Also nicht kaufen 🙂 Danke für die Rezi!!
    Liebe Grüße ♥

  5. Ich hab auch gehofft das es besser ist, jetzt kaufe ich es mir doch nicht. Schade, das war wieder der Fall von „OMG dieses Cover, das Buch muss ich haben.“ Kenn ich, kenn ich…

    LG
    Anja

    • Ja, leider war es gar nicht so toll, wie erhofft und erwartet.
      Potential war auf jeden Fall da, nur die Umsetzung 😦
      Schade, schade :/

  6. Tolle Rezension! Aber irgendwie hatte ich mir von dem Buch mehr v ersprochen (du sicher auch ;)).

    Lg, Sabine

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