Gillian Philips – Road of no return

Autor Gillian Philips

Titel Road of no Return

Seitenzahl 280

Verlag cbt

Preis 7,99€

ISBN 3570307107

Erscheinungsdatum Oktober 2010

 

Erster Satz: „Man muss im Leben selbst auf sich aufpassen.“

Inhalt von amazon.de

Er liebt ihren Mut. Sie hasst seine Schuld.
Nick Geddes Leben ist ein einziges Desaster. Der Freund seiner Schwester wurde erstochen. Seine Großmutter versinkt immer tiefer in ihrer Demenz. Seine Mutter hat eine Sendung auf einem Bibelkanal und sein Vater trinkt wie ein Weltmeister. Und zu allem Überfluss ist Nick verrückt nach Orla, der Schwester des ermordeten Jungen. Und Orla gibt Nick die Schuld …


Meine Meinung

Nick ist 17, Schüler, unglücklich verliebt, Freund und Helfer, Sohn und Enkel, Bruder und Freak und Nick hat ein absolut chaotisches Leben.
Seine Mum hat eine Bibelsendung im Radio, für die er sich schämt; sein Vater ist Säufer aber natürlich kein Alkoholiker; seine Schwester ist 14 und hat vor einem Jahr ihre große Liebe Aiden verloren – erstochen von einem ehemaligen Freund Nicks. Seitdem bildet sie sich ihn als imaginären Freund ein, was ihre Familie und die des Opfers sehr belastet. Er ist verliebt in Orla, der Schwester des verstorbenen Aiden und sie hasst ihn, denn sie gibt ihm die Schuld an seinen Tod, da er nicht verhindert hatte, dass er erstochen wurde. Und wäre das nicht schon alles schlimm genug, hat seine geliebte Oma Demenz und erkennt ihn nicht mehr…

Das Buch wechselt zwischen „Damals“ und „Heute“ immer hin und her. Kurze Kapitel, aber schwierige Sprache. Die ersten 100 Seiten waren für mich wirklich nicht leicht zu lesen bzw. zu verstehen. Der Schreibstil ist für ein „Jugendbuch“ recht schwierig, was wahrscheinlich daran liegt, dass Nicks Gedanken und Gefühle sehr wirr sind.
Seit seine Schwester sich ihren verstorbenen Freund immer noch als „real“ vorstellt, ist er ihr Beschützer geworden und passt auf sie auf – zuhause und vor allem in der Schule.
Die ersten Kapitel beschäftigen sich viel mit seiner Schwester, wie er damals als 3jähriger sie fast ertränken wollte und wie seine Beziehung zu ihr ist. In den „Damals“-Kapiteln erfährt der Leser, wieso die „Heute“-Situation so ist, wie ist ist. Alles aus Nicks Sicht und die ist wirklich nicht immer verständlich.
Nachdem ich mich durch die ersten ca. 100 Seiten „gekämpft“ habe, wurde es aber richtig, richtig gut, sodass ich nicht mehr aufhören konnte zu lesen und das Buch in einem Rutsch zuende las.
Die Entwicklung finde ich super! Nick gibt nicht auf, seine Flamme Orla zu erobern und stellt sich dabei nicht immer klug an, doch er schafft es nach und nach, ihr näher zu kommen..
Seine Eltern verlieren immer mehr die Bindung zu ihm und er bricht mit vielen alten Freundschaften und muss sich viel mehr alleine durch Leben kämpfen…
Neben vielenVorwürfen von Lehrer, Mitschülern und den eigenen Eltern, erkämpft sich Nick sein Leben zurück. Er brüllt, er heult, er lacht und er trauert. Er versucht, seine Oma „gehen zu lassen“ und gleichzeitig, seine große Liebe „zu sich kommen“ zu lassen; er hilft seiner Schwester, ihren imaginären Freund zu vergessen und eckt damit bei seinen ELtern an. Er macht sich wenig Freunde, aber viel Feinde…

Ohne zu viel verraten zu wollen: Nicks Story ist wirklich total interessant und hat mich über die letzten Seiten sehr zum Mitfühlen angeregt. Ich bin froh, dass ich mich auch über die ersten für mich recht verwirrenden 100 Seiten gekämpft habe, weil das, was danach folgte, war ein wirklich toller Jugendroman. Ein Thriller, wie auf dem Cover bezeichnet, ist es meiner Meinung nach nicht. Es gibt zwar 1-2 Tote, aber eine wirkliche „thrillige“ Spannung kommt nicht auf.

Letztes Wort: „… mich.“

Bewertung

Cover-Gestaltung 4/5
Preis-Leistung 5/5
Sprache 4/5
Inhalt 4/5
Spannung
3/5
Umsetzung 4/5

Gesamt: 24/30

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~ von David - 10. Januar 2011.

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